Letztere beeinflusst maßgeblich die Qualität einer Hart-Weich-Verbindung und unterliegt verschiedenen Einflussfaktoren. Dazu gehört die Polarität der Fügepartner, die Oberflächenstruktur und -güte, die chemische Grundstruktur des Kunststoffes sowie die Fließfähigkeit des Materials. Da sich Materialien wie PC und ABS hinsichtlich ihrer Haftungsneigung für weichelastische Materialien wie TPE-S als nicht optimal erweisen, wurde seitens Actega, Bremen, durch Einarbeitung haftungsfördernder Komponenten und die Reduzierung von sich nachteilig auf die Haftung auswirkender Elemente eine gezielte Modifikation seiner Provamed-TPE für den medizintechnischen Bereich erreicht. Denn hier wird diese Materialkombination besonders häufig eingesetzt. Andere Materialentwicklungen modifizieren die Kunststoffe, die besonders häufig im Bereich Konsumgüter verwendet werden, damit sie für die Anforderungen der tatsächlich zu produzierenden Produkte optimiert werden können. Hierzu zählt, dass sie den Food-Safe-Standards entsprechen, leicht einzufärben und auslaufsicher sind sowie zahllose Designmöglichkeiten eröffnen. Daher hat das Unternehmen die Provamould-Rezepturen für die besonderen Ansprüche von Produkten wie Zahnbürsten, Rasierer, Schneidbretter, Trinkbecher und vieles mehr an Optik, Haptik, Rutschfestigkeit, Griffsicherheit und Handhabung entsprechend angepasst. Die TPE-Kunststoffgranulate gibt es sowohl für medizintechnische Applikationen als auch für den Bereich Konsumgüter in verschiedenen Härteeinstellungen, guter Fließfähigkeit, hoher Bruchdehnung, sehr guter Flexibilität, geringer Dichte, wahlweise transparent, hoch-transparent, transluzent oder naturfarben.