Durch die mechanische Leistungfähigkeit der teilaromatischen Polyamide, kommen diese mit Blick auf Einsparungen gern als Ersatz für Druckgussmetalle zum Einsatz. Die für diese Anwendungen benötigte Dimensionsstabilität wird durch eine geringe Feuchtigkeitsabsorption und eine gute Beibehaltung der mechanischen Festigkeit bei hohen Temperaturen gewährleistet. Die neuen Werkstoffe eignen sich für mechanische Komponenten und Automobilteile. Die Vorteile des Werkstoffs, wie beispielsweise hohe Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität auch in feuchter Umgebung und in Kontakt mit Öl sowie die hohe mechanische Festigkeit prädestinieren PPA für mechanische Anwendungen. Genannt seien hier Gelenke, Zahnräder und Scharniere. In der Auto- und Nutzfahrzeugindustrie trägt das Material zur Gewichtsreduzierung bei, in dem es Metall in tragenden Konstruktionen ersetzt. Beispielsweise wird es in Bauteilgehäusen, Luftmassenmessventilen im Drosselklappenbereich der Elektronik und Kraftstoffleitungsumfeld favorisiert. Sowohl beim Compoundierprozess wie auch dem Spritzgießprozess heben sich die PPA Compounds hervor, besonders im Vergleich zu aliphatischen Polyamiden und den erforderlichen, bedeutend höheren Schmelztemperaturen. “Es scheint erst einfach, nur die Temperaturen zu erhöhen, aber es ist auch wichtig, dass die Werkzeugtemperatur hoch genug ist, damit die Eigenschaften – die das Material von sich aus schon mitbringt – optimal auf das fertig gespritzte Teil übertragen werden. Dies erfordert viel Aufmerksamkeit bei jedem Pilotversuch des Entwicklingsprozesses”, so Henrik Eriksson, der als Entwicklungsleiter federführend für dieses Projekt verantwortlich ist.