„Wir reagieren damit auf den Trend zu Verbrennungsmotoren mit höheren Wirkungsgraden, der eine steigende thermische Belastung von Kunststoffbauteilen unter der Motorhaube mit sich bringt“, erklärt Jan Bender, Leiter Marketing Emea im Geschäftsbereich High Performance Materials. Die neuen Polyamide sind eine Alternative zu teuren, hitzestabilisierten Spezialthermoplasten wie etwa voll- oder teilaromatischen Polyamiden oder Polyphenylensulfid. Mögliche Anwendungen sind zum Beispiel Luftansaugmodule mit integriertem Ladeluftkühler oder Luftführungen in der Nähe des Turboladers. Ein anderer thematischer Schwerpunkt sind flammgeschützte Polyamide und Polyester, die große Anwendungschancen in der Elektromobilität und in Konzepten des autonomen Fahrens haben. Ein Produktbeispiel ist Pocan AF4130, ein Blend aus PBT und ASA. Bender: „Das Material eignet sich besonders für Präzisionsbauteile von Fahrzeug-Batteriesystemen, weil es kaum zu Verzug und Schwindung neigt und sehr flammwidrig ist.“ So hat es zum Beispiel eine 5VA-Klassifizierung im Brandschutztest UL 94. Außerdem zeigt es eine sehr gute chemische Beständigkeit; etwa auch gegen einen in Lithium-Ionen-Akkus weit verbreiteten Elektrolyten. Mit verschiedenen Exponaten unterstreicht das Unternehmen die großen Potenziale, die die Kunststoff-Metall-Verbundtechnologie und die endlosfaserverstärkten thermoplastischen Verbundwerkstoffe der Marke Tepex im Automobilleichtbau haben. Gezeigt werden leichte, aber dennoch hochbelastbare Modulträger, die in Hybridtechnik hergestellt werden. Als Exponate mit Tepex werden in Serie gefertigte Unterbodenverkleidungen wie etwa eine Tunnelabdeckung und einen Triebwerkschutz, die sich durch eine sehr hohe mechanische Robustheit auszeichnen, gezeigt. Weiterhin werden ein leichter Türmodulträger für ein Fahrzeug der Kompaktklasse und ein Frontend mit Strukturverstärkung, in das steuerbare Kühlergrill-Lamellen integriert sind, zu sehen sein.