Spritzgießmaschine für Kunststoff-Packmittel (Bildquelle: Sumitomo Demag)

Das Unternehmen zeigt eine El-Exis SP 200-920 mit 2.000 kN Schließkraft. Gegenüber dem Standard-Spritzgießprozess erzielt sie eine Materialeinsparung von 25 Prozent. Angesichts des dominierenden Materialanteils an den Herstellkosten bedeutet dies für den Spritzgießer einen deutlichen Kostenvorteil. Die als Komplettlösung konzipierte Fertigungszelle um die Spritzgießmaschine produziert dekorierte Deckel für Lebensmittelbecher. Das Unternehmen präsentiert das Exponat als Gemeinschaftsprojekt mit Rouxel als Hersteller des Spritzprägewerkzeugs, Machines Pagès als Spezialisten für Schnellentnahmeroboter und das weitere Formteilhandling, Verstraete als Experten für die dekorierten Labels und Borealis als Erzeuger des Polyolefins. Beim Spritzprägen wird bereits vor dem vollständigen Verriegeln des Werkzeugs Schmelze in die Kavität vorgelegt. Die Schließbewegung der Maschine unterstützt die Ausbreitung der Schmelze in der Kavität, reduziert den Bedarf an Einspritzdruck und damit den Schließkraftbedarf, sorgt für eine gleichmäßige Druckverteilung und mindert so auch die Eigenspannungen im Fertigteil. Verzug infolge Schwindung ist damit weniger ausgeprägt, und die Wanddicken sowie das Formteilgewicht lassen sich reduzieren. Prägen bei höchster Geschwindigkeit von Werkzeug- und Einspritzbewegung ist eine besondere Herausforderung für die Spritzgießmaschine, ihre Sensorik, Steuerungs- und Antriebstechnik. Trotz der hohen Geschwindigkeiten verfügt die Maschine über eine hohe Genauigkeit sowie die exakte Reproduzierbarkeit von Zyklus zu Zyklus.

Halle B1, Stand 1105