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Im Jahr 2012 vollzog sich ein Eigentümerwechsel in der Starlinger-Gruppe, der innerhalb einer Familie stattfand. Die Starlinger-Gruppe wurde dabei neu strukturiert und Maplan gehört seither der Familie Soulier, die zuvor in leitenden Funktionen innerhalb der Starlinger-Gruppe tätig war. Mit ihrer Erfahrung im Maschinenbaugeschäft wollen diese neuen Eigentümer Maplan deutlich auszubauen. Starlinger bleibt auch weiterhin Kooperations-Partner von Maplan.

Zur strategischen Neuausrichtung wurden bei Maplan im Wesentlichen 4 strategische Ansätze definiert: 1. Investition in spezialisiertes Personal, 2. Stärkung der Vertriebs- und Servicestruktur, 3. Konzentration auf das Kerngeschäft und 4. Ausbau der Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten.

Um den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens weltweit schneller und zielgerichteter voran zu bringen, wurde in diesem Jahr das Management erweitert. Ergebnis ist eine Doppelspitze mit Leopold Heidegger als CFO für den gesamten Finanzbereich und Wolfgang Meyer als CEO für den operativen Bereich Vertrieb, Entwicklung und Produktion. Es wurde in vielen wichtigen Bereichen des Unternehmens in Spezialisten investiert. Neue Experten in den Bereichen mechanische Konstruktion, Produktionsleitung und Einkauf verstärken das Team in Ternitz.

Mit diesem neuen Team gibt es eine eindeutige, neue strategische Ausrichtung mit der Konzentration auf das Kerngeschäft, das Gummi-Spritzgiessen. Diese Investitionen in die Vertriebsorganisation beginnen 2013 erste positive Auswirkungen zu zeigen. Vor allem die stark wachsenden Märkte in Schwellenländern, wie Türkei, Indien, China, Brasilien gehören zu den Schwerpunkten, die vorangetrieben werden. Gleichzeitig will das Unternehmen auch auf die angestammten „alten“ Schwerpunktmärkte fokussieren und diese intensiv weiter bearbeiten und ausbauen. Ziel ist es, den Kunden in Europa und USA in den nächsten Jahren einen noch besseren Service anbieten zu können.

Bedingt durch die weltweit rege Nachfrage stoßen die bisherigen Kapazitäten an Grenzen. Daher wird Maplan einen weiteren Produktionsstandort eröffnen, der die Kapazitäten der Fertigung im ersten Schritt ungefähr verdoppeln wird. Diese Weichenstellung ermöglicht nebenbei eine Optimierung des gesamten Produktionsprozesses, um eine schlanke, schnelle und kostengünstige Produktion von Maschinen zu ermöglichen. Der neue Standort wird wieder in Österreich angesiedelt sein. Das Know-how der Mitarbeiter, kombiniert mit optimalen Prozessen und dem heute bereits globalen Einkauf, ermöglicht es, technisch ausgereifte und dabei kostenseitig konkurrenzfähige Maschinen in Österreich zu produzieren. Wolfgang Meyer kommentiert: „Qualität Made in Austria ist das, was uns stark gemacht hat – und dies wird auch in der Zukunft ein Schlüsselfaktor bleiben.“

Über Maplan:
Das Unternehmen deckt die unterschiedlichen Anforderungen des Vulkanisierens und des Spritzgießens in der Elastomerverarbeitung durch ein modulares Baukastenprinzip ab. Aktuell beschäftigt der Maschinenbauer in Ternitz 160 Mitarbeiter und weltweit weitere 40 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz 2012 lag bei 36 Mio. Euro. Jährlich fertigt das Unternehmen über 250 vertikale und horizontale Elastomer-Spritzgießmaschinen. Das Maschinenprogramm umfasst Grundmaschinentypen in horizontaler, vertikaler und von unten einspritzender Bauform.

(dw)