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Fachvorträge, Anlagendemonstrationen im Produktionswerk und im Technikum und zahlreiche Stände von Partnerunternehmen boten Gelegenheit zum „Netzwerken“ und Fachsimpeln. In der Maschinenhalle und im Technikum wurden verschiedene Modelle von vertikalen und horizontalen Maschinen mit Schließkräften von 1.600 bis 4.600 kN gezeigt. Wolfgang Meyer, CEO von Maplan: „Abrundung der Palette, Überarbeitung und Modellpflege bieten unseren Kunden eine Reihe von Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Wertschöpfung. Dabei kann Maplan aus dem Werksbaukasten Module für Standardmaschinen bis Sondermaschinen abdecken.“ Nach Aussage von Meyer fiel die Hausmesse in eine hochdynamische Marktphase: „Zahlreiche neue Projekten belegen den Nachholbedarf bei den Investitionen auf der Verarbeiterseite einerseits und die Attraktivität unseres Angebots andererseits.“

Durchgängiges Programm von Horizontalmaschinen mit Automatisierung

Die Besucher sahen ein überarbeitetes Spektrum von Horizontalmaschinen der Größen 100, 200, 300, 400 und 650 mit Maschinen in einfacher Ausstattung bis hin zu voller Automatisierung als Fertigungszellen. Basis der gezeigten Automatisierungen waren konkrete Kundenprojekte. Beispiele aus der 2K-Technik und der Verarbeitung von Festsilikon demonstrierten den Stand der technischen Machbarkeit bei Sonderanwendungen. Die Exponate boten einen Einblick in die heute möglichen Steigerungen der Wirtschaftlichkeit und Wertschöpfung: Temperiertechnik zur Energieschonung, Prozessoptimierungen und das realisierbare Niveau der Qualitätssicherung bei hohem Ausstoß und geringem Ausschuss. Ganz besonders im Fokus standen für die Experten aus der Verarbeitung Lösungen zur cleveren Automatisierung und dem Werkzeugbau, zum Echtzeit-Service-Support, zu Prozesshilfen und QS-Instrumenten. Anwendungstechnische Beratungen und Informationen zu Gummimischungen und Werkstoffen generell, stießen auf reges Interesse.

Breites Netzwerk von Partnern aus der Elastomertechnik

Insgesamt 24 Partner aus der Gummi-Industrie ergänzten mit Vorträgen oder Informationsständen das Programm. Das Spektrum der Industriepartner reichte von Spezialisten des Elastomer-Werkzeugbaus, Prozessoptimierungs- und QS-Systemen, sowie Prüfinstrumenten, über Beschichtungen und Automation, bis hin zu Gummimischungen und Rohstoffen. Die Wechselwirkungen von Materialen und Prozesstechnik boten für die Experten wieder reichlich Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.

Service als aktive Anwenderbegleitung

Neben der Maschinentechnik stellte Maplan den Service in den Mittelpunkt. Dabei spielen heute Nachrüstungen, Maschinenüberarbeitungen und Online-Ersatzteileversorgung eine zunehmend wichtige Rolle für die Verarbeiter. Serviceleiter Peter Zipfelmayer stellte die Möglichkeiten der Online-Ferndiagnose vor. Kunden können durch Online-Diagnose unter anderem in Echtzeit Informationen zu Prozessparametern und deren Optimierung, sowie Software-Updates abrufen. Zipfelmayer erläuterte der Besuchern ausführlich die Sicherheitsaspekte der Online-Diagnose.

F&E-Aktivitäten vorgestellt

Akademische Unterstützung lieferte Prof. Friesenbichler von der Universität Leoben. Er informierte zum Thema Heizzeitverkürzung im Vulkanisierprozess. Als Abschluss der Kooperationsarbeit der Industriepartner Maplan, Semperit und Mach können Verarbeiter Excel-Dateien zur Optimierung der Heizzeit über den Vertrieb von Maplan beziehen. Ulf Recht vom Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Aachen berichtete über die Herstellung von Elastomerformteilen mit superhydrophoben Oberflächen. Als Entwicklungsprojekt stellte Maplan ein neuentwickeltes Druckausgleichselement vor. Der Clou ist der Ersatz von Titan durch ein Material, welches Festigkeit mit Elastizität verbindet. Dieses Element befand sich auf der kalten Seite der Heizplatte einer MTF1500/320 edition. Nach Ausssage von Maplan kann damit, insbesondere bei flächigen Mehrkavitätenwerkzeugen, eine wesentlich ausbalanciertere Druckverteilung erzielt werden. Diese Angaben, so Maplan, basieren auf FEM-Analysen. So können Werkzeuge bis in den Randbereich optimal ausgenutzt, drucksensible Bauteile bedient oder Werkzeuge mit hoher Bautiefe fertigungsgerechter betrieben werden. Nicht zuletzt sorgt das Element als preisgünstige Lösung für eine generelle Verbesserung der Bauteilqualität.

Über den Autor

Guido Radig, Fachjournalist, Provvido PR & Communications , Bergkirchen