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Elektrische Flächenheizung und zähelastische Verschleißschicht machen Parkhauszufahrt sicherer

04/2011 April

Der nächste Winter kommt bestimmt

Damit die Besucher des Parkhauses Jakobsmarkt ihre Stellplätze auch bei Schnee und Eis sicher erreichen und wieder verlassen können, wurde die Zufahrtsrampe mit einer elektrischen Flächenheizung ausgestattet. Für gute
Griffigkeit der Fahrbahn sorgt eine zähelastische Verschleißschicht mit Abstreuung aus Chromerzschlacke.

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Im Parkhaus Jakobsmarkt im Herzen der Nürnberger Altstadt können Einwohner und Besucher der mittelfränkischen Großstadt ihr Auto bequem und gut behütet unterbringen – insgesamt stehen 456 Parkplätze zur Verfügung, auf denen 24 Stunden rund um die Uhr geparkt werden kann. Im Winter bereitet allerdings die lange und steile Einfahrtsrampe oft Probleme. Zwar wurde durch Schneeräumung und Streuen von Salz immer für eine sichere Ab- und Auffahrt gesorgt, doch diese Vorgehensweise hat auf Dauer zwei entscheidende Nachteile: Zum einen wird die Oberfläche durch das Abräumen mit dem Schneepflug mechanisch stark belastet und zum anderen verteilen sich die Auftausalze und damit zusätzliche Chloride durch den Verkehr im Parkhaus. Aus ökologischer Sicht ist der Verzicht auf Tausalze ohnehin sinnvoll. Bei heftigem Niederschlag und sehr starken Minustemperaturen gelingt es selbst bei gestreutem Tausalz oftmals nicht, das Eis vollständig zu schmelzen – die Einfahrtsrampe verwandelte sich dann in eine gefährliche Rutschbahn. Schon aus Sicherheitsgründen bestand hier also dringender Handlungsbedarf. Da es außerdem notwendig war, die Parkhausrampe zu sanieren, entschied sich der Betreiber, bei dieser Gelegenheit eine elektrische Flächenheizung verlegen zu lassen. Herkömmliche warmwasserbeheizte Rampen kamen nicht in Betracht, da diese aufgrund des hohen Temperaturgefälles zwischen Betonbauteil und Heizschleifen zur Rissbildung neigen. Daraus resultierende Folgeschäden sind nur mit großem baulichen Aufwand wieder zu beheben.

Estrich überflüssig

Die elektrische Flächenheizung ist aus mehren Schichten aufgebaut. Zur Realisierung des Aufbaus wählte der Vertreiber des Gesamtsystems, die Firma STL aus Dresden, die Produkte aus dem Hause Sika Deutschland. Für den Schutz der Oberfläche sorgt eine besonders robuste zweilagige Verschleißschicht aus Elastomastic TF, einer reaktionshärtenden, zweikomponentigen Epoxidharz-Polyurethan-Kombination (EP-PUR). Die zäh- elastische Beschichtung wird bereits seit Jahren als reaktionsharzgebundener Dünnbelag (RHD-Belag) auf Stahl- und Betonbrücken eingesetzt und hat alle entsprechenden Prüfungen durchlaufen. Vorteile sind vor allem die hohe chemische und mechanische Beständigkeit sowie die geringe Gesamtschichtdicke von nur etwa 6 bis 8 mm. Wasserführende Heizschleifen sind nicht notwendig, entsprechend kann auf den mehrere Zentimeter hohen Estrichaufbau verzichtet werden.

Schicht für Schicht zur sicheren Fahrbahn

Nach der gründlichen Untergrundvorbereitung mittels Kugelstrahlen wurde die Rampe mit dem Allround-Epoxidharz Sikafloor-161 grundiert. Im Anschluss erfolgte die Installation der Temperatursensoren und elektrischen Leitungen für die Heizkreise. Dann wurde das zurechtgeschnittene Heizgewebe in das beschleunigte und mit Quarzsand und Stellmittel verfüllte Epoxidharz Sikafloor-159 eingebettet. Hierauf kam eine Isolationsschicht und schließlich ein Potenzialausgleichsgewebe, das in die erste Lage der Verschleißschicht einlaminiert wurde. Die eigentliche Verschleißschicht bildet ein EP-PUR-Hybrid mit Abstreuung aus Chromerzschlacke der Körnung 2 bis 3 mm, die die Belastbar-keit erhöht und für eine gute Griffigkeit sorgt. Mit der elektrischen Rampenheizung können Betreiber und Nutzer des Parkhauses Jakobsmarkt dem nächsten Winter nun gelassen entgegensehen.

KOSTENEFFIZIENZ
Einfacher Aufbau und energiesparender Betrieb
Beheizte Parkhausrampen gewährleisten auch bei Schnee und Eis eine sichere Ein- und Ausfahrt. Bei geeigneter Materialwahl ist eine elektrische Flächenheizung neben dem einfachen Aufbau wesentlich effizienter und energiesparender als Alternativen mit Wasser führenden Heizschleifen. Sie kann mit 230 Volt betrieben werden, Veränderungen der Elektrik innerhalb des Gebäudes sind nicht notwendig.

Weitere Infos

Firma:

Sika GmbH

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