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Plasmaverfahren zur Vorbehandlung von Metall- und Kunststoffträgern

04/2011 April

Sichere Verbindungen

Ob Gummiverbundteile ihre Funktion zuverlässig erfüllen, hängt in hohem Maß von der Haftung der unterschiedlichen Materialen aufeinander ab. Wo klassische Haftmittel zwischen Gummi und Trägerteil an ihre Grenzen stoßen, schaffen Plasmaverfahren zur Vorbehandlung der Metall- und Kunststoffträger die Voraussetzung für eine kraftschlüssige Verbindung.

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Die Herstellung präziser Gummiverbundteile ist eine Kernkompetenz von Dätwyler Rubber. Die Verbundtechnik basiert auf Haftmittelsystemen, die speziell für die jeweilige Materialkombination konzipiert sind und auf die zu verbindenden Werkstoffe sowie auf die Beanspruchung des Verbundteils abgestimmt werden. Die wichtigsten Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Haftmittels sind die Polarität des Gummis und die Vernetzungschemie für die Vulkanisation. Eine optimale chemische Verbindung zwischen Trägerteil, Haftmittel und Gummi ist nur dann möglich, wenn die Substratoberfläche frei von Verunreinigungen wie Oxid und Zunderschichten, Bearbeitungsstoffen oder Trennmitteln ist. In speziellen Dampfentfettungsanlagen werden deshalb Fett und Trennmittel rückstandsfrei entfernt, metallische Werkstoffe werden mit Strahlprozessen von Oxid- und Zunderschichten gereinigt, und bei hoch beanspruchten Kleinteilen oder Kunststoffen nutzen die Spezialisten in Schattdorf eigens entwickelte Plasmaprozesse für die Feinstreinigung oder die Aktivierung der Oberfläche. Insbesondere bei diesen kleinen Teilen aus Gummi und Kunststoff stoßen klassische Haftmittel oftmals an ihre verfahrenstechnischen Grenzen. Durch die Plasmaprozesse lassen sich die Kunststoffoberflächen so vorbehandeln, dass sie auch ohne Haftmittel kraftschlüssige Verbunde mit speziellen Gummiwerkstoffen eingehen. Je nach Gummiart, Trägermaterial und Anforderung an den Verbund kommen Einschicht- oder Zweischichtsysteme (Primer und Haftmittel) zur Anwendung. Durch Sprühen, Tauchen oder Rakeln werden die flüssigen Haftmittel auf die Oberfläche der vorbehandelten Trägerteile aufgetragen und das Lösemittel in einem Trocknungsprozess entfernt. Moderne Beschichtungsmethoden gewährleisten hierbei eine konstante Serienqualität. Bei der Entwicklung der Haftmittelsysteme, wie zum Beispiel bei der Herstellung von Prototypen, werden die Teile auf Automaten mit exakt definierbaren Sprühabläufen beschichtet. In der Serie sind für Schüttgutprozesse Trommelbeschichtungsanlagen im Einsatz, bei denen sich Vorwärmzeiten, Sprühzyklen, Sprühmenge, -strahl und -abstand sowie die Trocknung exakt und reproduzierbar einstellen lassen. Die Dicke der Haftmittelschicht ist entscheidend für die Qualität des Verbunds. Ist sie zu dünn, entstehen nicht genügend Vernetzungsstellen, und die Verbindung wird zu schwach. Ist sie zu dick, wird das Haftmittel bei der Vernetzungsreaktion nur teilweise verbraucht und stellt bei Beanspruchung eine Schwachstelle dar.

ERHÖHTE MARKTCHANCEN
Konstante Serienqualität durch
moderne Beschichtungsverfahren
Die geeignete Wahl des Haftmittels und eine optimale Vorbehandlung der Trägermaterialien bilden die Basis für die Haltbarkeit von Gummiverbundteilen. Entscheidend für die Festigkeit der Verbindung der Materialpaarung ist aber auch die Dicke der Haftmittelschicht. Moderne Beschichtungsmethoden sorgen hierbei für eine konstante Serienqualität.

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