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Spritzgießen Auf der Fakuma wird Boy, Neustadt-Fernthal, mit zwölf Spritzgießautomaten vertreten sein und Maschinen mit Schließkräften von 100 kN bis hin zu 1.000 kN zeigen. Hier einige Beispiel-Anwendungen: Bei einer Boy 35 E wird das Spritzen von Visitenkarten mit Gitternetzstruktur gezeigt. Besucher legen ihre Visitenkarten beim Spritzgießautomat in einen Scanner ein.

Die Daten werden online auf einen Laserdrucker gesendet, der eine frisch gespritzte Kunststoff-Visitenkarte entsprechend individualisiert sofort bedruckt. Bei dieser Anwendung kommt die neue Differential-Einspritztechnik zum Tragen. Sie ermöglicht dem Anwender größtmögliche Flexibilität, da durch das einfache Laden von Konstantenlisten die Spritzgießmaschine bestmöglich an die erforderlichen Spritzteilbedingungen angepasst werden kann: einerseits schnelles Einspritzen für dünnwandige Teile oder andererseits sehr hohe Spritzdrücke für schwierig zu füllende Formgeometrien.

Die Umsetzung der Dünnwandtechnik demonstriert das Unternehmen an der Produktion von Modelleisenbahngehäusen auf dem Modell 100 E. Nach dem Spritzen der Teile werden die Rohlinge mit dem Industrieroboter SL 30 aus dem Werkzeug entnommen und einer Bedruckungsstation zugeführt. Dort bekommt der ICE seinen typisch roten Längsstreifen aufgedruckt. Das Modell 60 E fertigt in einer Zykluszeit von unter sechs Sekunden Pipetten auf einem 32-fach Werkzeug und auf einer BOY 25 E VV werden Eiskratzer aus haftmodifiziertem PA mit einer Silikonlippe umspritzt.

Die vorgefertigten Eiskratzer werden von einem auf dem Maschinentisch integrierten Handlinggerät aus einem Magazin entnommen. Gesteuert über die Procan Alpha 2 des Modells 25 E VV, werden in zweistufiger Bewegung der Roboterhand neue Rohlinge in das Werkzeug eingelegt und die fertig umspritzten Eiskratzer mit LSR-Lippe aus dem Werkzeug entnommen.

Fakuma 2014 Halle A7 / 7101