„Gerade in Zeiten, in denen Inhaltsstoffe, aber auch wichtige mechanische Eigenschaften in vielen Anwendungen von Weichschäumen für Kundenindustrien wichtig sind, versuchen wir für die ganze Branche einheitliche Leitlinien zu entwickeln“, beschreibt der neue Fachgruppenvorsitzende Stahl die Zielsetzung des neuen FSK-Gremiums. Man werde damit an die Arbeit des ehemaligen Verbandes der Polyurethan-Weichschaum-Industrie (VWI) anknüpfen und den engen Dialog mit Kunden und Anwenderbranchen aus den Bereichen Möbel, Matratzen, Automobil, aber auch auf dem Gebiet technischer Weichschaumanwendungen suchen.

Beschrieben werden sollen Eigenschaften von PUR-Schäumen wie zum Beispiel die Porenstruktur, die Härteverteilung, die Luftdurchlässigkeit, die Elastizität sowie die elektrische Leitfähigkeit. Dabei sollen die verschiedenen Polyurethan-Weichschaum-Typen definiert werden, aber auch Grundsätze zu qualitätsgesicherten Produktionsprozessen, zu Umweltschutz und zu Gesundheitsschutz festgelegt werden.

Auch die Frage, wie sich viskoelastischer Schaum definiert, der im Gesundheitsbereich sowie bei Möbeln, Matratzen und Kopfkissen an Bedeutung gewonnen hat, soll spezifiziert werden. Mitglied in der Fachgruppe PUR-Weichschaum werden vor allem die Hersteller von Polyurethan-Block- und Form-Weichschäumen sein, aber auch Hersteller von Matratzen, Automobilsitzen und Möbeln. In diesem Polyurethan-Sektor werden im Jahr über 300.000 t PUR in Deutschland verarbeitet.

Der Fachgruppensprecher Stahl rechnet damit, dass die Erstellung und Überarbeitung der technischen Merkblätter noch etwas Zeit in Anspruch nimmt und diese dann entsprechend veröffentlicht werden. Die technischen Leitlinien sollen aber nicht starr sein, sondern im Dialog mit der Anwenderindustrie weiterentwickelt werden, so Stahl.

Weblink zum Thema
Das Videostatement von Manfred Stahl, dem Gruppensprecher der Technischen Fachgruppe PUR-Weichschaum, finden Sie auf der Internetseite des Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane (FSK) oder direkt hier.

(dw)