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Die leichtflüchtigen, organischen VOC-Verbindungen können langsam an die Oberfläche von Kunststoffbauteilen diffundieren und so an die Luft gelangen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Begleitstoffe wie Lösemittel, Weichmacher, Stabilisatoren, Lösungsvermittler, Antioxidationsmittel oder Additive, die nicht immer fest in die Molekülstruktur von Kunststoffen oder Klebern eingebunden sind.

Weil es aber gesetzliche Grenzwerte für die Summe der in der Innenraumluft vorliegenden VOC-Bestandteile derzeit noch nicht gibt, legen die Autohersteller in ihren Liefervorschriften werkseigene Low-Emission-Zielwerte fest. Fast alle in der Fahrgastzelle verbauten Kunststoffe bestehen mittlerweile aus Low-Emission-Materialien.

In der letzten Zeit schenken die Autobauer auch den in Innenräumen von Fahrzeugen verbauten kleineren Teilen, wie zum Beispiel den Schaumdichtungen, stärkere Beachtung. Die Low-Emission-Schaumdichtungssysteme von Sonderhoff, Köln, erfüllen die in den herstellereigenen Normen definierten Zielwerte für weichelastische offenzellige Polyurethanschaumstoffe. So entspricht zum Beispiel die Polyurethanschaumdichtung Fermapor K31-A-45CO-1-G-LE den in der Daimler-Liefervorschrift DBL 5452-13 für formgeschäumte weichelastische Schaumstoffe auf Polyurethanbasis festgelegten Zielwerten. Sie liegen für die VOC-Emission bei 100 µg und für das Foggingverhalten bei 250 µg pro Gramm Polyurethan. Damit lässt sich eine Luftbelastung des Fahrzeuginnenraums mit VOCs deutlich reduzieren.