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Press release in English „Investments hit a record high – Main focus on China, Germany and Slovakia“ – please click here.

57,2 Mio. Euro betragen die für 2015 geplanten Investitionen des Anbieters für Schwingungstechnik und Kunststofflösungen in der Automobilindustrie. Die Summe wird damit die Summe des Vorjahres erneut deutlich übersteigen. Etwa die Hälfte des Investitionsvolumens entfällt auf die Standorte in Deutschland. Die größten Investitionsprojekte werden in Wuxi (China), in Trnava (Slowakei) und Damme (Deutschland) realisiert. An diesen Standorten liegt das Investitionsvolumen jeweils im deutlich zweistelligen Millionenbereich (Euro).

In Damme und Simmern stehen wichtige Großprojekte für neue Fahrzeugplattformen deutscher Kunden an. In Damme wird es dieses Jahr mit rund 24 Mio. Euro ein Rekord-Investitionsvolumen geben. Damme ist mit dem Produktionswerk und dem Standort der Holding ist mit insgesamt knapp 1.000 Mitarbeitern der größte Standort der Gruppe. Insbesondere wegen der Gründung der Holding, also der Führungsgesellschaft für die weltweiten Standorte, sind in Damme seit dem Verkauf des Geschäftsfeldes im Jahr 2014 insgesamt bereits über 50 anspruchsvolle neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Weitere werden folgen.

In der Slowakei, in der die Vorgängerorganisation der heutigen Boge Rubber & Plastics Group bereits seit dem Jahr 2000 mit einer eigenen Produktionsstätte vertreten ist, entsteht ein weiteres Werk mit einer Produktionsfläche von zunächst 6.000 m2. Der Produktionsstart ist bereits für diesen Oktober geplant. „Unsere derzeitigen Kapazitäten in Europa reichen für die Neuaufträge nicht aus“, begründete Dr. Torsten Bremer, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der Boge Rubber & Plastics Group, den Bau eines weiteren Werks in der Slowakei.

Im weltweit am stärksten wachsenden Automobilmarkt China hat das 2008 gegründete Werk in QingPu bei Shanghai nach einer Flächenverdoppelung in 2013 ebenfalls sehr bald seine finale Kapazitätsgrenze erreicht. Inzwischen werden dort mit rund 800 Mitarbeitern rund 110 Mio. Euro Jahresumsatz abgewickelt. „Damit wir dem starken Marktwachstum des Automobilmarktes in China auch weiterhin erfolgreich gerecht werden können, haben wir jetzt die Weichen für zusätzliche Kapazitäten gestellt“, betonte Bremer. Das Unternehmen will mit dem neuen Werk in China die Marktpräsenz stärken und den Marktanteil von Kunststoff- und Antriebsstranganwendungen erhöhen. Die Verträge sind bereits unterzeichnet, die Planungen laufen und der Produktionsstart in der Stadt Wuxi (rund 100 km vom Produktionsstandort Qingpu entfernt) ist für Anfang 2017 vorgesehen.

Zu den Investitionen erläuterte der Boge-Chef weiter: „Es dient dem zu erwartenden verstärkten Umsatzwachstum aufgrund bereits akquirierter Neuaufträge. Damit wird auch mit Bestimmtheit die Zusage der chinesischen Muttergesellschaft, der Zhuzhou Times New Material Technology Co, Ltd. (TMT), erfüllt, weltweit mindestens fünf Prozent des konsolidierten Umsatzes in die Boge Rubber & Plastics Group zu investieren. 2015 werden es mit den genannten Summen etwa acht Prozent sein.“

Weiterhin steht die Integration sämtlicher Automobil-Aktivitäten der neuen Muttergesellschaft in die Boge Rubber & Plastics Group auf der Agenda. Boge wird sich somit zukünftig auf alle weltweiten Automobilthemen konzentrieren, und die Muttergesellschaft TMT konzentriert sich auf die sonstigen Geschäfte, wie Bahn- und Industrieanwendungen. Damit einher geht die angestrebte Integration eines bisherigen Standortes (in Zhuzhou, China) der neuen Muttergesellschaft in die Boge Rubber & Plastics Group.

Christoph Krampe, CFO der Boge Elastmetall, stellte wesentliche Kennzahlen vor. Die Boge Rubber & Plastics Group konnte ihren konsolidierten Umsatz im Jahr 2014 auf 687,3 Mio. Euro (+1 %) steigern. Die Mitarbeiterzahl wuchs auf 3.749 (+2 %) – inklusive der neuen Holdingfunktionen – und das Investitionsvolumen auf 36,3 Mio. Euro (+43 %). Für 2015 rechnet die Gruppe mit einem Umsatzwachstum von 4 bis 5 %.

Die Aktivitäten des Herstellers von Schwingungstechnik und Kunststofflösungen für die Automobilindustrie haben Tradition. Bis zum Jahr 2007 war Boge im Rahmen eines Joint-Ventures (51 %) in China tätig und seit 2008 durch eine eigene Gesellschaft in Qingpu bei Shanghai, die Boge Elastmetall (Shanghai). Das Unternehmen ist mit Vertrieb, Entwicklung und Produktion in China aktiv und beschäftigt im Werk in der Nähe von Shanghai heute bereits über 700 Mitarbeiter. Das Produktportfolio in China umfasst Gummimetallprodukte (unter anderem zur Geräusch- und Schwingungsdämpfung) für Fahrwerk und Antriebsstrang von Pkw und Nutzfahrzeugen sowie Kunststoffkomponenten für die Automobilindustrie.

Das deutsche Unternehmen, seit 2014 mit Eigentürmern aus China, verfügt über ein breites Netzwerk in China. Zudem eröffnet die hohe Investitionsbereitschaft für die Gummi-Kunststoff-Aktivitäten des chinesischen Eigentümers Zhuzhou Times New Material Technology (TMT) neue Möglichkeiten, das Geschäft weltweit auszubauen. Darüber hinaus verbessert Boge mit TMT den Zugang zum chinesischen Automobilmarkt, der seit mehreren Jahren der größte und am schnellsten wachsende Markt weltweit ist

Die Boge-Gruppe ist 2014 aus dem Geschäftsfeld „Gummi & Kunststoff“ der ZF Friedrichshafen entstanden, das ZF an das chinesische Unternehmen TMT veräußert hat. Das Unternehmen erwirtschaftet mit rund 4.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 750 Mio. Euro (unkonsolidiert).

(dw)