Bild
Bild

Aufgrund des Silicon-Stylus eignet sich eine Seite des Kugelschreibers für die Bedienung von Touchscreen-Oberflächen. Die Herausforderung war, die erste Generation vor allem im Komfort und der mechanischen Lebensdauer wesentlich zu verbessern. Dabei neigte das gummiartige Material des Stylus zum Ruckeln und glitt nicht wie ein menschlicher Finger über die Oberfläche.

Andererseits wurden die hohen mechanischen Anforderungen insbesondere für einen wiederbefüllbaren Kugelschreiber nicht erfüllt. Eine Lösung aus Silicon, das mit seiner Flexibilität und Taktilität für diese Aufgabenstellung bestens geeignet ist, sollte daher gefunden werden. Zunächst war es unabdingbar ein leitfähiges Silicon zu verwenden, welches aufgrund seiner höheren Viskosität deutlich schwieriger zu dosieren und zu verarbeiten ist.

Hierfür wurden zunächst mittels Spritzgießsimulationssoftware unterschiedliche Füllanalysen betreffend entstehender Bindenähte und optimaler Positionierung des Anspritzpunktes durchgeführt. Letzterer durfte keinesfalls zentrisch an der Spitze des Stylus liegen, um nicht genau im späteren Bedienbereich eine Fehlstelle zu erzeugen. „Unser Part war, den Siliconstylus mit einer passenden Beschichtung zu versehen, um die Reibung auf der Glasoberfläche von Touchscreen-Bildschirmen zu reduzieren und gleichzeitig die Funktion der kapazitiven Betätigung aufrecht zu erhalten“, sagt Silcos-Vertriebsleiter Bernhard Mitteregger dazu. „Für den Stift haben wir optimale Ergebnisse mit einer Kombination aus Vorbehandlung der Oberfläche und einer anschließenden Silmade Low-Friction-Sprühbeschichtung erreicht.“ Besonderheiten der Beschichtung sind ihre Biokompatibilität, da sich nicht ausschließen lässt, dass der Stift in den Mund genommen wird, sowie ihre enorme Haltbarkeit. DKT/IRC 2015