Die Produktion und Lieferung von Schlauchleitungen wird ab dem 1. September 2015 in vier Stufen bis zum 30. Juni 2016 zurückgeführt. „Wir werden jetzt zügig die Einzelgespräche mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern starten und jedem einen alternativen Arbeitsplatz anbieten. Jeder kann jedoch individuell entscheiden, ob dieses Angebot angenommen wird“, erklärte Florian Fauth, Geschäftsführer der Contitech Techno-Chemie, die nächsten Schritte. Bei Bedarf stellt das Unternehmen einen Bustransfer zu anderen Standorten in der Region zur Verfügung.

„Die Auszubildenden werden ihre Ausbildung in jedem Fall beenden können, teilweise sogar noch in Salzgitter“, sagte Fauth und ergänzte: „Ansonsten bemüht sich Contitech um eine Vermittlung in der Region. Sollte dies nicht gelingen, garantieren wir die Beendigung der Ausbildung in Hannover.“ Im Übrigen erhalten alle Auszubildenden nach bestandener Prüfung ein Übernahmeangebot nach Maßgabe der einschlägigen Konzernbetriebsvereinbarung.

Die stufenweise Rückführung beginnt am 1. September dieses Jahres. 53 Beschäftigungsverhältnisse werden zu diesem Zeitpunkt sozialverträglich abgebaut. Weitere 46 Arbeitsplätze folgen zum 1. Januar 2016 und 35 zum 1. März 2016. Bis zum 30. Juni 2016 werden Restarbeiten durchgeführt. Die technischen Anlagen und Maschinen werden in dieser Zeit abmontiert und an anderen Contitech-Standorten wieder eingesetzt. Die verbleibenden 37 Arbeitsplätze enden dann zur Jahresmitte 2016. Die derzeit bestehenden 19 Leiharbeitsverträge laufen individuell bis zum 15. August aus.

Mitarbeiter, die direkt innerhalb des Konzerns wechseln, erhalten zusätzlich zu den bei Versetzungen üblichen Leistungen eine Wechselentschädigung in Höhe von 100 Euro für jeden Monat der Betriebszugehörigkeit. Sie können dann innerhalb einer „Transferphase“ von zwölf Monaten entscheiden, ob sie den neuen Arbeitsplatz auf Dauer behalten möchten. „Wer sich dann gegen einen Verbleib am neuen Standort entscheidet, behält den Anspruch auf eine Abfindung. Mit dieser zusätzlichen Flexibilität erleichtern wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Entscheidung, ein alternatives Beschäftigungsangebot anzunehmen“, ergänzte Fauth.

Mitarbeiter die das Unternehmen verlassen, erhalten eine Abfindung die sich aus dem individuellen Entgelt, der Betriebszugehörigkeit und dem Lebensalter errechnet. Zusätzlich zur Regelabfindung gewährt das Unternehmen einen schließungsbedingten Härtefallausgleich in Höhe von 100 Euro für jeden Monat der Betriebszugehörigkeit.

Die vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, ab dem 1. September 2015 für die Dauer von zwölf Monaten zur weiteren Qualifizierung während der Übergangsphase in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

(dw)