Das operative Konzernergebnis (Ebit) erhöhte sich zum 30. Juni 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 % auf mehr als 2,1 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Marge von 11,0 % nach 10,7 % im Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit bereinigt) stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17,6 % auf 2,3 Mrd. Euro. Die bereinigte Ebit-Marge lag bei 12,2 % nach 11,6 % im Jahr zuvor.

Die Rubber Group des Konzerns (bestehend aus der Contitech und dem Reifen-Geschäft) erzielte im ersten Halbjahr 2015 einen Umsatz von 7,7 Mrd. Euro und konnte die bereinigte Ebit-Marge gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte auf 18,6 % verbessern. Die Automotive Group erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 11,9 Mrd. Euro. Die bereinigte Ebit-Marge lag mit 9,1 % über dem Vorjahresniveau von 8,4 %.

Aufgrund der guten Geschäftszahlen hebt der Konzern seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015 an. „Wir wollen für das Gesamtjahr eine bereinigte Ebit-Marge von rund 11 % erreichen, nachdem wir bisher von einer Marge von mehr als 10,5 % ausgegangen sind. Auch unseren Ausblick für den Free Cashflow vor Akquisitionen heben wir auf Grund der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr von mindestens 1,5 Mrd. Euro auf mindestens 1,8 Mrd. Euro an“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Dr. Elmar Degenhart, bei Vorlage der Geschäftszahlen. „Für das verbleibende Halbjahr rechnen wir trotz einer Abschwächung der Wachstumsrate der Fahrzeugproduktion in Asien mit einer stabilen Geschäftsentwicklung auf dem erreichten hohen Niveau“, erklärte Degenhart weiter

Finanzvorstand Wolfgang Schäfer erläuterte: „Auf Grund unserer Finanzstärke konnten und werden wir sowohl die Akquisition von Veyance Technologies und die Dividendenzahlung als auch die Akquisition von Elektrobit Automotive GmbH aus eigenen Mitteln und mit bereits vorhandenen Kreditzusagen finanzieren.“ Schäfer weiter. „Unsere Netto-Finanzschulden werden zum Jahresende aus heutiger Sicht unter 4 Mrd. Euro liegen.“

In den ersten sechs Monaten 2015 investierte Continental 816 Millionen Euro in Sachanlagen und Software. Damit beträgt die Investitionsquote 4,2 % nach 4,7 % im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,7 % auf 1,3 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Quote von 6,5 % des Umsatzes nach 6,3 % im Vorjahreszeitraum.

Continental hat wieder zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen: Zum Ende des 2. Quartals 2015 waren im Konzern über 205.000 Mitarbeiter beschäftigt und damit rund 16.000 mehr als im Vergleich zum Jahresende 2014. Bedingt durch gestiegene Produktionsvolumina und den Ausbau bei Forschung und Entwicklung erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Automotive Group um knapp 4.000. In der Rubber Group führten der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen sowie die Akquisition von Veyance Technologies in der Division Contitech zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl um rund 12.000. Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um insgesamt rund 19.000.

Weblink zum Thema

Mit diesem Link kommen Sie auf den „Finanzbericht zum 30. Juni 2015“ auf der Homepage des Continental-Konzerns (pdf-Datei).

(dw)