85 Arbeitsplätze sollen erhalten werden. Bereits vor einem Jahr hatte die FST-Geschäftsleitung über die schwierige Geschäfts- und Wettbewerbssituation am Standort Weinheim informiert. „Dank konstruktiver Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern wurden gemeinsame Lösungen geschaffen“, schreibt das Unternehmen in seiner Pressemitteilung vom 8. Oktober 2015.

Der Grund für diese Maßnahmen ist, wie das Beispiel Encoder zeigt, der Preisverfall für die Produkte der jeweiligen Bereiche. So seien die Preise für Encoder für Motor- und Getriebeanwendungen in den vergangenen vier Jahren auf dem Weltmarkt um 40 % gefallen. FST schreibt dazu: „Großprojekte laufen aus und gleichzeitig wird FST aus Kostengründen und aufgrund zu hoher Preise für Folgeaufträge nicht nominiert. Teils liegen allein die Herstellkosten in Weinheim bereits höher als die Preisvorstellungen der Kunden und die Angebote internationaler Wettbewerber.“

FST hatte daraufhin mit den Arbeitnehmervertretern Ende des vergangenen Jahres den „Dialog-Weinheim“ gestartet, um konkrete Lösungen zu erarbeiten. Die vereinbarten Maßnahmen sehen unter anderem die Verlagerung der Encoder-Fertigung an den Standort im türkischen Bursa als auch die Verlagerungen an die Standorte Kecskemet/Ungarn und Ceperka/Tschechien vor.

Darüber hinaus haben sich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite auf eine „Vereinbarung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“ geeinigt. Diese beinhaltet Regelungen zur Flexibilisierung, beispielweise in den Bereichen Arbeitszeit, Mehrarbeit sowie das Abfangen von Auftragsspitzen.

(dw)