Der Roboter übernimmt zuverlässig das Be- und Entladen der Fräsmaschine. (Bildquelle: Ralf Högel)

Der Roboter übernimmt zuverlässig das Be- und Entladen der Fräsmaschine. (Bildquelle: Ralf Högel)

Trotz ihrer hohen Performance liegt die Bearbeitungszeit für ein Teil je nach Variante zwischen 60 und 180 Sekunden. Für die Bediener wurde das monotone manuelle Be- und Entladen der Maschinen zur Geduldsprobe. Hier lag die Automatisierung der Fräsmaschinen nah, aber das bestehende Platzproblem schien das Vorhaben zunächst zu vereiteln. Nach eingehender Analyse der Situation wurde beschlossen, die Applikation mit dem flexiblen Beladesystem Sumo Duplex von EGS, Donaueschingen, und einem kompakten Epson-Roboter des Typs Prosix S5L zu bestücken. Die kürzlich realisierten Zellen versehen seit ihrer Inbetriebnahme reibungslos ihren Dienst. Die beiden Zuführsysteme sind harmonisch seitlich an die zwei Fräsmaschinen angedockt. Nichts deutet auf eine Nachrüstlösung hin. Die Be- und Entladezellen erfüllen sämtliche Vorgaben des Anwenders hinsichtlich Autonomie, Produktivität und Flexibilität. Diese maßgeschneiderte Lösung ist weitestgehend auf Basis von Standardkomponenten realisiert. Das Konzept kommt mit einem Platzbedarf von nur 1,5 Quadratmetern aus. Durch den Einsatz von Paletten mit unterschiedlichen Inlays ist man auch im Hinblick auf das Teilespektrum variabel. Weiterer Vorteil: Die Zugänglichkeit zur Fräsmaschine bleibt bei der Schutzzaunausführung für den Bediener voll erhalten. So lassen sich Kleinstserien auch im manuellen Modus abarbeiten. Standardkomponente zwei, der Sechsachser, ist ebenfalls platzsparend angeordnet. Der Roboter erreicht jede Position innerhalb der 400 x 600-mm-Standardpalette, über die die Teilebevorratung läuft.