Für das laufende Jahr erwartet der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA ein Umsatzvolumen von erstmals mehr als 7 Mrd. Euro. (Bild: Kuka)

Für das laufende Jahr erwartet der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA ein Umsatzvolumen von erstmals mehr als 7 Mrd. Euro. (Bild: Kuka)

Für das laufende Jahr erwartet der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA ein Umsatzvolumen von erstmals mehr als 7 Mrd. Euro. „Wir gehen aktuell davon aus, dass die Entwicklung im kommenden Jahr auf diesem hohen Niveau bleiben wird“, sagte Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Fachverbandes. Der Auftragseingang von Kunden in Deutschland, im Vorjahr noch ein Fels in der Brandung, zeigte dieses Jahr eine zyklische Gegenbewegung: Im Zeitraum Januar bis Oktober lagen die Inlandsbestellungen um 10 % unter denen des Vorjahrs.

Gleichzeitig legte der Auftragseingang aus dem Ausland um 11 % zu. Die Länder im Euro-Raum und die Nicht-Euro-Länder entwickelten sich in diesem Zeitraum mit 12, bzw. 11 % mit vergleichbaren Zuwachsraten. Insgesamt nahm der Auftragseingang um 6 % gegenüber dem Vorjahr zu.

„Die deutschen Auslandslieferungen haben sich von Januar bis September 2015 positiv entwickelt und liegen um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert“ sagte Thorsten Kühmann, der Geschäftsführer des Fachverbandes. „Die Entwicklung im Export wird dominiert von den Lieferungen in die Länder der EU; besondere Aufnahmefähigkeit für deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen zeigten dabei die vier größten Märkte Polen, Italien, Großbritannien und Frankreich.“ Die deutschen Lieferungen nach Russland gaben erneut nach. Nordamerika mit den USA und Kanada, Mittelamerika mit Mexiko und Südamerika mit Brasilien, Argentinien und Kolumbinen standen dagegen für die deutschen Hersteller auf der Habenseite.

Während in Indien nach mehreren Jahren mit Lieferrückgängen ein kräftiger Zuwachs auf niedrigem Niveau verzeichnet werden konnte, fielen die Exporte nach China deutlich zurück. Auch Japan und Taiwan zeigten Minusvorzeichen. In Südostasien dagegen wiesen mit Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand und Vietnam alle großen Märkte Wachstumsraten bei den Bezügen aus Deutschland aus.

Für den Zeitraum 2015 bis 2017 prognostiziert der Fachverband der Branche in Deutschland ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 2,0 %, dem europäischen Maschinenbau einen Zuwachs um 1,5 % und der weltweiten Kunststoff- und Gummimaschinenindustrie ein Plus von 3,2 %.

Erfolgreiche Informationsveranstaltung im Iran
Der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA hat am 7. und 8. Dezember 2015 im Iran erstmals ein Symposium mit parallel laufendem Treffen von interessierten Unternehmen durchgeführt. Die Chancen für einen politischen Wandel und wirtschaftliche Erleichterungen werden optimistisch beurteilt, sagte Ulrich Reifenhäuser, der Vorsitzende des Fachverbands. Die Zeit sei reif, die deutsch-iranischen Beziehungen im Bereich Kunststoff und Kautschuk neu zu starten, betonte er.

Mehr als 500 Teilnehmer aus allen Teilen des Landes nahmen an den beiden Veranstaltungstagen in Teheran teil; sie kamen überwiegend aus der Kunststoff- und Kautschukverarbeitung, aber auch aus der Rohstoffindustrie sowie aus lokalen Fachverbänden und von Medien.

Die Veranstaltung wurde von Ulrich Reifenhäuser und dem deutschen Botschafter im Iran, Michael von Ungern-Sternberg, eröffnet. Iranische Repräsentanten von IDRO (Iran Development & Renovation Organisation), der Chamber of Commerce, des Ministery of Industries and Business sowie der Iran National Plastics & Polymer Association gaben Statements zur aktuellen Situation in Politik, Industrie und Branche ab.

Insgesamt 21 Mitgliedfirmen des Fachverbandes aus Deutschland, Österreich und Frankreich – präsentierten in 37 Vorträgen und fünf verschiedenen Workshops – Auto, Bau, Verpackung, Medizintechnik sowie Peripherie – anwendungsbezogene Problemlösungen. Vertreten waren dabei insbesondere Hersteller von Spritzgießmaschinen, Extrusionsanlagen, Blasformmaschinen, Schäummaschinen sowie von peripheren Ausrüstungen.

Parallel zum Symposium nutzen die iranischen Besucher an beiden Tagen die „B2B Matchmaking Area“, um mit den deutschen Firmenvertretern direkt ins Gespräch zu kommen, bereits bestehende Geschäftsbeziehungen wieder aufzugreifen, neue Beziehungen anzuknüpfen und ihre Projektideen zu besprechen. Beide Seiten äußerten sich am Ende der Veranstaltung ausgesprochen zufrieden mit dem Ergebnis dieser mehr als 300 Begegnungen.

(dw)