Dr. Ralf Holschumacher beim Tag der Kautschukindustrie 2016 , in Berlin, 26.4.2016 (Foto: BORIS TRENKEL )

Dr. Ralf Holschumacher beim Tag der Kautschukindustrie 2016 , in Berlin, 26.4.2016
(Foto: BORIS TRENKEL )

Zu dem in der Bundeshauptstadt stattfindenden Branchentreffen hatten der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e. V. (wdk) und der Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie e. V. (ADK) wieder gemeinsam eingeladen. Vor zahlreichen  Vertretern aus den Mitgliedsunternehmen sowie Gästen aus Politik, Ministerien, Bundesbehörden und Kollegialverbänden skizzierte  Holschumacher den wirtschaftlichen Dreikampf: Höhere Umsätze und Ergebnisse generieren, weitere Märkte erschließen und globale Präsenz, schneller Innovationen generieren und umsetzen.

In den von hochrangiger Kompetenz geprägten Vorträgen wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Frage nachgegangen, wie schaffen wir es als deutsche Kautschukindustrie, weiterhin erfolgreich die wachsenden Herausforderungen zu meistern. Der wirtschaftliche Hintergrund zu den aktuellen konjunkturellen Entwicklungen und den mittelfristigen Aussichten wurden von Prof. Fratzscher, Präsident des renommierten DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), faktenreich ausgeleuchtet. Ranga Yogeshwar füllte das Thema ,Digitale Revolution‘ für das Publikum detail- und kenntnisreich von den ersten Schritten der Digitalisierung bis zu künftigen Ausprägungen digitaler Intelligenz aus. In der anschließenden Podiumsdiskussion widmete sich die Expertenrunde, bestehend aus Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance, Dr. Sven Vogt, ADK-Vorsitzender, Steffen Brinkmann, Continental AG und Ranga Yogeshwar als Moderator, vertiefend der Frage, ob unsere Gesellschaft für die digitale Revolution gerüstet ist. Das Fazit: Sie ist es, insbesondere mit Blick auf das schulische Ausbildungssystem, nur sehr bedingt. Den gesundheitlichen und sozialen Folgen von ,höher, weiter, schneller‘ ging Prof. Neckel, Universität Hamburg, in seinem Vortrag über „Die erschöpfte Gesellschaft“ nach.

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Die Agenda 2022 des wdk beschreibt die Zukunftsperspektive der Kautschukindustrie in dem sich wandelnden Umfeld für die kommenden sechs Jahre. Michael Berthel, wdk, zeigte exemplarisch anhand ausgewählter Produktgruppen auf, dass die deutsche Kautschukindustrie mit moderatem Wachstum ihre Stellung im weltweiten Wettbewerb verteidigt. Holschumacher wies abschließend pointiert darauf hin, dass die Herausforderungen der kommenden Jahre gleichermaßen die Zulieferunternehmen der Kautschukverarbeiter, wie auch die Abnehmerbranchen treffen. Der wdk-Präsident appellierte denn auch unter Bezugnahme auf die ,Zehn Punkte für eine faire und  nachhaltige Zulieferbeziehung‘ des BDI, die globale Herausforderung partnerschaftlich zu meistern.

 

[ega]