Die Spritzgießmaschine ist 16,4 m lang, 3,3 m breit und 4,9 m hoch. (Bildquelle: Ettlinger)

Die Spritzgießmaschine ist 16,4 m lang, 3,3 m breit und 4,9 m hoch. (Bildquelle: Ettlinger)

Die modular aufgebauten Schächte bestehen aus dem Einstiegskonus, dem Schachtring und einem Schachtboden, wobei die Gesamthöhe mehrere Meter betragen kann. Ein charakteristisches Merkmal der Spritzgießmaschinen-Baureihe ist die zweistufig arbeitende Spritzeinheit: Das Plastifizieren des Materials übernimmt eine Extrusionseinheit, das Einspritzen der Schmelze ins Werkzeug eine Kolben-Einheit. Dabei arbeitet der Plastifizierextruder ebenso zyklisch wie die Einspritzeinheit. Die extrudierte Schmelze wird in einen zylindrischen Speicher gefördert, von wo sie der Einspritzkolben mit einer druck- und geschwindigkeitsgeregelten Vorwärtsbewegung in die Werkzeugkavität drückt. Auf diese Weise lassen sich mit dem Einspritzsystem große Schussvolumina mit hoher Schmelzequalität bei zugleich geringen Schließkräften der Schließeinheit verarbeiten. Das zweistufige Plastifizier- und Einspritzsystem wirkt sich energetisch ebenfalls vorteilhaft aus. Für die konstruktiv kleiner auslegbaren Einheiten werden entsprechend kleinere Antriebe benötigt, wodurch der Energiebedarf bis zu 60 Prozent geringer ausfällt als bei konventionellen Spritzgießmaschinen mit vergleichbaren Produktionsparametern. Energetisch vorteilhaft ist auch, dass die Hydraulikpumpe in der Kühlphase des Formteils auf Standby schaltet und erst mit Kühlzeitende wieder im Sanftanlauf startet. Verarbeiten lässt sich mit diesem Plastifizier- und Einspritzsystem eine breite Materialpalette von Neuware über Regenerat bis zu Recyclingmaterial.