Art und Einsatzmenge des Stabilisators haben maßgeblichen Einfluss auf die Temperaturbeständigkeit des Vulkanisats. Das Produkt lässt sich problemlos in Extrudern verarbeiten. Aus dem Siliconkautschuk können somit äußerst hitzebeständige Dichtprofile und Schläuche hergestellt werden. Diese verkraften über mehrere Tage Temperaturen bis 300 °C, kurzfristig sogar Temperaturen bis 400 °C, ohne Schaden zu nehmen. Hitzetests bei 200 beziehungsweise 300 °C zeigen, dass sich wichtige mechanische Eigenschaften wie Shore-Härte und Reißdehnung auch nach bis zu 2.000 Stunden oder umgerechnet 80 Tagen nur unwesentlich ändern. Auf diese Weise werden Herstellervorgaben, beispielsweise für Dichtprofile in modernen Backöfen, deutlich übertroffen. Der Siliconkautschuk erreicht nach der Vernetzung einen Härtegrad von 55 Shore A und eignet sich vor allem für die Herstellung hitzebeständiger Profildichtungen, beispielsweise für Backofen- und Herdtüren oder für Bauteile im Motorraum. Er weist zudem eine gute Heißdampfbeständigkeit aus. Damit lassen sich Dichtungen aus dem Werkstoff auch in Anwendungen einsetzen, bei denen eine Beständigkeit gegenüber Hitze und Heißdampf gefordert ist. Sorgfältig getemperte Vulkanisate eignen sich gemäß den einschlägigen Vorgaben des Bundesinstituts für Risikobewertung und der US-amerikanischen Food and Drug Administration für den Kontakt mit Lebensmitteln. Der Hersteller bietet das Material als Basis-Kautschukmischung ohne Additive wie beispielsweise Farbe und Hitzestabilisatoren an. Dadurch kann der Verarbeiter das Produkt präzise auf den jeweiligen Anwendungsfall maßschneidern. Das Unternehmen stellt dafür ein umfangreiches Additivportfolio zur Verfügung.

Halle A6, Stand 6310