Inspektions- und Analysesystem zur automatischen, optischen Inspektion von Kunststoffmaterial (Bildquelle: Sikora)

Stichprobenprüfungen von Pellets wurden bisher vor allem mit Leuchttischen durchgeführt. Dazu wurde das zu prüfende Material auf einem Tisch optisch beleuchtet und manuell durch den Bediener inspiziert. Diese Methode ist abhängig vom Prüfer und liefert eine eingeschränkte Wiederholgenauigkeit. Grenzen sind zudem die für das menschliche Auge erfassbare Größen der Verunreinigung sowie die Klassifizierung nach Größen. Alternative optische Offline-Inspektionsgeräte führen das Prüfmaterial in einen Trichter und durch einen Kanal in den Inspektionsbereich. Dabei werden Bilder des Materials nacheinander aufgenommen und verunreinigtes Material aussortiert. Aufgrund der Vermischung des aussortierten Materials sind jedoch eine eindeutige Zuordnung der Kontamination zum Bildmaterial sowie eine Nachkontrolle nicht möglich. Das neue System beinhaltet die Vorteile eines Leuchttisches und ergänzt sie um eine automatische Offline-Materialkontrolle. Es führt Materialproben auf einem Tablett durch den Inspektionsbereich. Das Material wird innerhalb von Sekunden automatisch durch die Farbkamera inspiziert und kontaminiertes Material direkt auf dem Tablett durch einen Beamer markiert. Durch die Auswertung der Bildaufnahmen werden Verunreinigungen auf der Oberfläche von transparentem und farbigem Material automatisch detektiert, visualisiert und ausgewertet. Eine klare Zuordnung der Kontamination und Nachkontrolle sind jederzeit möglich.