Die neue Produktionsbestmarke von mehr als 100 Millionen Meter Schlauch hat Semperit bereits nach 11 Monaten Anfang Dezember 2014 erreicht. (Bild: Semperit)

Semperit AG Holding verkauft den italienischen Semperflex-Produktionsstandort Roiter an die italienische Matec Group. (Bildquelle: Semperit)

Der Vorstandsvorsitzende der Semperit, Dr. Martin Füllenbach, beschrieb die Situation als einen „…weiteren Schritt zur gruppenweiten Komplexitätsreduktion…“ des Unternehmens. Dieses befinde sich zur Zeit im Restrukturierungs- und Transformationsprozess. Der Ausbau des tschechischen Standortes Odry zur prozess-optimierten Produktion großer Volumina im Hochanforderungs-Bereich passe laut Füllenbach nicht mehr zu dem italienischen Werk. Der italienische Hersteller für Spezialgummischläuche scheine ein geeigneter Käufer zu sein. Während sein Portfolio mit dem Kauf ergänzt wird, wollen beide Firmen die Chance für eine Geschäftsbeziehung nutzen.

Verkauf soll den tschechischen Standort fördern

Die Unternehmensgruppe produziert in seinem Segment Semperflex (rund 23 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe) Hydraulik- und Industrieschläuche nicht nur in Italien und Österreich selbst, sondern auch in Tschechien, China und Thailand. Der Verkauf des italienischen Werks soll die Konzentration auf die übrigen Werke verlagern. Der kontinuierliche Kapazitätsausbau sowie Fokussierung auf hohe Qualitätsstandards verhalf dem Hersteller von Hydraulikschläuchen mittlerweile auf den dritten Platz weltweit. Im Bereich der Industrieschläuche platziert sich dieser auf Nummer zwei. Zu den Abnehmern zählen etwa Palfinger,Österreich, Kärcher, Deutschland und Haberkorn,Österreich.

Der börsennotierte Konzern besteht seit 1824 und hat seinen Hauptsitz in Wien. In den Sektoren Medizin und Industrie werden dort unter anderem Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte und Rolltreppen-Handläufe produziert. Weltweit arbeiten dort rund 6.900 Mitarbeiter, davon rund 3.700 in Asien und rund 900 in Österreich. Des weiteren gehören weltweit 15 Produktionsstandorte sowie mehrere Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien, Australien und Amerika dazu. Das Geschäftsjahr 2017 brachte einen Umsatz von 874,2 Mio. EUR sowie ein bereinigtes EBITDA (ohne Sondereffekte) von 35,8 Mio. EUR.

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