DESMA Geschäftsführer Martin Schürmann (li.) und Dr. Harald Zebedin (re.). (Bildquelle: Desma)

DESMA Geschäftsführer Martin Schürmann (li.) und Dr. Harald Zebedin (re.). Bildquelle: Desma

Der deutsche Spezialmaschinenhersteller Desma hat 2018 mit einem Umsatz 118 Mio. EUR als bisheriges Rekordjahr abgeschlossen. Das Unternehmen bedient das Nischensegment Spritzgieß-Maschinen für elastomere Form- und Gummi-/Metallteile und ist trotz der guten Zahlen sehr vorsichtig. Die Geschäftsführer Martin Schürmann und Dr. Harald Zebedin sehen bereits seit Oktober des letzten Jahres eine zusehends schwieriger werdende Marktlage. Diese ist insbesondere durch den teils drastischen Order-Rückgang im Absatzsegment Automotive hervorgerufen worden und ist für fast alle internationalen Märkte zutreffend. Die allgemeine Verunsicherung macht sich auch in anderen Bereichen bemerkbar. So liegt derzeit der Auftragseingang um 35 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Das Desma-Werk in Fridingen. (Bildquelle: Desma)

Das Desma-Werk in Fridingen. Bildquelle: Desma

Auf Rekordjahr folgen Investitionen

Da man sich aber weitergehend und auf lange Sicht ausgelegt auf Wachstumskurs bewegen wird, werden in den kommenden drei Jahren weitere 22 Mio. EUR investiert. Dieses betrifft alle fünf Standorte des Unternehmens, also die Werke in der Slowakei, Indien, China und den USA.

Zu diesen Vorhaben gehört auch der Kauf des Börsig-Areals mit einer Fläche von gut 33.000 qm. Schürmann äußerte sich nicht über die Höhe des Kaufpreis. Er erklärte:

„Man sichere sich hierdurch die für die Zukunft erforderliche Expansionsfläche auch als Bestandteil der Standortsicherung in Deutschland“

Ferner wurde soeben am Standort Fridingen ein vollautomatisiertes Dreh-/ Fräszentrum mit einem Investitionsvolumen in der Höhe von 2,3 Mio. EUR in Betrieb genommen. Dieses ist für einen Jahresbetrieb von 7.200 Betriebsstunden ausgelegt und dient der gezielten Erhöhung der Wertschöpfung sowie der Verkürzung der Durchlaufzeiten.

Robust aufgestellt durch Digital Core

Neueste Fertigungstechnologienbei Desma. (Bildquelle: Desma)

DESMA investiert in neueste Bearbeitungstechnologien. Bildquelle: Desma

Momentan besteht in einigen Organisationseinheiten des Unternehmens Gleitzeitabbau sowie Kurzarbeit, um der Verschlechterung der Marktsituation entgegen zu wirken. Schürmann sieht trotzdem das Unternehmen als „sehr robust und gut positioniert“, denn diese Zeit werde genutzt um Prozesse zu verbessern und Produkte zu entwickeln. Beispielsweise investiere das Unternehmen augenblicklich auch erheblich in ein neues System unter dem Projektnamen „Digital Core“. Dieses soll weltweit die Geschäfts- und Produktgestehungs-Prozesse standardisieren. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 604 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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