COMPOUNDIEREXTRUDER Ein neues Anlagenkonzept zur Herstellung von TPE-V vereint die Kautschukextrusion mit der Compoundierung. Basis für die genaue Dosierung der Kautschukmischung in den Compoundierextruder bildet ein kurzer Kautschukextruder mit nachgeschalteter Zahnradpumpe. Durch das gute Einzugsverhalten und das präzise Dosierverhalten der Kautschukextruder-Zahnradpumpen-Kombination können anstelle von Granulat auch zu Streifen gespaltene Ballenkautschuke direkt verarbeitet werden. Das von KraussMaffei Berstorff, angebotene System erweist sich insbesondere bei weichen TPE-Vs von Vorteil. Hierfür werden häufig ölverstreckte EPDM-Kautschuke verwendet, deren Granulierung aufgrund der klebrigen Oberflächen und der notwendigen Trennmittelbehandlung oft schwierig ist.

Aufgabe des Kautschukextruders ist der sichere Einzug des Materials und dessen Vorplastifizierung. Eine Druckregelung passt die Drehzahl des Extruders so an, dass die nachfolgende Zahnradpumpe immer vollständig gefüllt ist. Diese dosiert die Kautschukkomponente volumetrisch exakt in einen Zweischneckenextruder. Auf diesem Compoundierextruder entsteht das TPE-V durch Mischung der Kautschukkomponente mit einem Thermoplast und Vernetzung der Kautschukphase. Im ersten Abschnitt des Extruders werden die Hauptrezepturbestandteile, üblicherweise EPDM und PP, plastifiziert und vermischt. Gleichzeitig werden Zusatzstoffe und Prozessöle eingearbeitet. Es folgen weitere Mischzonen zur dynamischen Vernetzung. Im letzten Verfahrensschritt wird das Produkt unter Vakuum entgast.

Das System lässt sich auch in Verbindung mit einem Innenmischer einsetzen.