Herausforderung gemeistert: Den Schlauchentwicklern ist es gelungen, das Gewicht der Ölkühlungsleitung um 25 Prozent zu verringern und gleichzeitig die Unter- und Überdruckbeständigkeit um 50 Prozent zu verbessern.
Bildquelle: Continental

Herausforderung gemeistert: Den Schlauchentwicklern ist es gelungen, das Gewicht der Ölkühlungsleitung um 25 Prozent zu verringern und gleichzeitig die Unter- und Überdruckbeständigkeit um 50 Prozent zu verbessern.
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Die Batterien in Elektrofahrzeugen arbeiten am effizientesten bei Temperaturen zwischen 10°C und 60°C. Dieses Temperaturspektrum ermöglicht hohe Reichweiten, steigert die Batterielebensdauer und lässt die Batterien effizienter arbeiten. Deshalb müssen die Batterien, abhängig von der Außentemperatur, gekühlt oder beheizt werden. So entstehen neue, komplexe Kreisläufe, die die Anforderungen an die Einzelkomponenten deutlich erhöhen. Continental bietet Schlauchleitungen für die Batterietemperierung mit Öl, Kühlwasser oder Kältemittel.

Kältemittel-Leitungen für die Batterietemperierung

Dazu bedarf es eines ausgefeilten Thermomanagements. Entsprechend komplex gestalten sich die Schlauch- und Rohrleitungssysteme. Bereits heute stellt Continental Lösungen für das Kühlsystem zur Verfügung, die die Hersteller einfach installieren können. Fast 4 Meter lang sind beispielsweise Leitungen für die Batteriekühlung in Hybrid- und Elektroautomobilen, die am Unterboden des Fahrzeugs verlegt werden. Sie sorgen dafür, dass die Aggregate nicht überhitzen, die Batterien ihre maximale Lebensdauer entfalten und die Insassen nicht auf Heizkomfort verzichten müssen. Anders als konventionelle Fahrzeuge benötigen Elektrofahrzeuge zwei Kühlkreisläufe. Das dabei meist als Medium eingesetzte Wasser kühlt einerseits Leistungskomponenten wie Motor und Elektronik, zum anderen die Batterie. Diese erreicht ihre maximale Lebensdauer bei Temperaturen zwischen 10 und 30 °C. Um dieses Temperaturniveau zu halten, ist es sinnvoll, die Wasser- oder Ölkühlung bei hohen thermischen Lasten durch den Kältekreislauf der Klimaanlage zu ergänzen.
Mit einer neuen Einbindung gelingt es Continental dabei, Druckverluste zu minimieren. Außerdem wurde das Gewicht der neuen Schlauchgeneration reduziert. Den Schlauchentwicklern ist es gelungen, das Gewicht der Ölkühlungsleitung um 25 Prozent zu verringern und gleichzeitig die Unter- und Überdruckbeständigkeit um 50 Prozent zu verbessern.

Ölkühlungsleitungen für Elektro­mobilität

Zudem hat Continental Schlauchleitungen für eine Batterietemperierung mit Öl statt Kühlwasser entwickelt. Bislang erfolgt die Temperierung noch überwiegend mit Kühlwasser. Den Medientransport übernehmen dabei klassische Heizungs- und Kühlungsleitungen. Allerdings birgt dieses System auch Gefahren: So könnte bei Leckagen die Batterie mit dem Wasser in Berührung kommen, was im schlimmsten Fall zu einem Kurzschluss und damit zum Totalausfall der Batterie führen würde. Um das auszuschließen, müssen derzeit noch aufwendige Vorkehrungen getroffen werden. Einige Hersteller setzen nun verstärkt auf das Medium Öl oder legen die Batterie direkt in das Öl. Da dem Öl elektrische Ladungsträger fehlen, sind Kurzschlüsse, die zu einem Totalausfall der Batterie führen könnten, ausgeschlossen. Aufgrund seiner Isolationswirkung verringert es so den Einfluss von äußeren Temperatureinwirkungen und damit auch den Regulationsbedarf. Von der direkten Umspülung mit Öl erwarten die Hersteller eine signifikante Reichweitenverlängerung für ihre E-Fahrzeuge.