Dass komplexe Anwendungen mit nachgeordneten Bearbeitungsschritten trotzdem kompakt bleiben können, zeigt die Paketlösung einer Fertigungszelle rund um diesen Pressautomaten. (Bildquelle: Lauffer)

Als Steuerungszentrale für komplette Fertigungszellen verfügt sie über Highlights wie eine komplett grafische Ablaufprogrammierung mit direkter Plausibilitätsprüfung nach Eingabe. Gerade zur Herstellung dünnwandiger, flächiger Teile mit geringen Spaltmaßen, wie etwa von Lichtschaltern, oder zur Umsetzung hygienisch sensibler Oberflächen wie bei Campinggeschirr, Toilettensitzen oder medizinischem Zubehör, ist die Pressenfamilie geeignet. Hinzu kommen die Vorteile des Materials: Duroplaste weisen hohe Festigkeitswerte und eine gute Fließorientierung auf. Gerade letzteres sorgt für wenig Verzug und geringe Spannungen in den hergestellten Serienteilen. Gleiches Schwundverhalten in alle Richtungen sowie niedrige Werkzeugkosten bei gleichzeitig hohen Standzeiten der Formen sind weitere Vorzüge, die diesen Werkstoff zur Verarbeitung auf den Pressautomaten prädestinieren. Die auf dem Exponat gefertigten weißen Müslischalen haben ein Teilegewicht von rund 160 Gramm und entstehen in einer Zykluszeit von etwa 70 Sekunden aus Melamin. Speziell bei Duroplast-Pressteilen muss nach der Entformung oft eine nachgeordnete Entgratung erfolgen, um gebrauchsfertige Artikel entstehen zu lassen. Dieser Arbeitsschritt wird erstmals von einem in die Fertigungszelle integrierten Sechs-Achs-Robot von Kuka an einer speziellen Entgratungsstation vorgenommen. Die gesamte Anlage bleibt aufgrund ihrer besonderen Anordnung sehr kompakt mit wenig Aufstellfläche.

Halle/Stand 13/A14