Live kann der Interessierte auf dem Messestand die Fertigung einer Demonstratorgeometrie auf einer 2K-Spritzgießmaschine erleben. (Bildquelle: Plasmatreat)

Das Verfahren wurde gemeinsam mit dem Kunststofftechnik-Institut der Universität Paderborn entwickelt. Ziel der Kooperation war es, die Möglichkeiten des Mehrkomponentenspritzgießens deutlich zu erweitern. Durch das Verfahren kann in Versuchen an 2K-Schälprüfkörpern zum Beispiel von TPU auf PP die Schälfestigkeit von 0 auf 16 N/mm gesteigert. Diese Schälfestigkeitswerte sind dahingehend bemerkenswert, da TPU und PP aufgrund der fehlenden Polarität des Polypropylens üblicherweise keine technisch relevante Verbindung eingehen. Live kann der Interessierte auf dem Messestand die Fertigung einer Demonstratorgeometrie auf einer 2K-Spritzgießmaschine vom Typ Allrounder 570S von Arburg erleben. In einem 3-Stationen Drehtellerwerkzeug wird auf eine thermoplastische Deckelgeometrie (PP) eine elastomere Dichtlippe (TPU) aufgespritzt. Die Thermoplastfläche, auf die schlussendlich das Elastomer aufgespritzt wird, wird in der 2. Station innerhalb des Werkzeugs mit Plasma aktiviert. Diese Aktivierung erfolgt zykluszeitneutral, da die Kühlzeit der Thermoplastkomponente den Prozess dominiert. Der Anlagenbetreiber profitiert durch den Einsatz des Verfahrens durch den Wegfall nachfolgender Assemblingprozesse bei Mehrkomponentenbauteilen von verkürzten Produktionszeiten, der Verarbeitung bisher nicht kompatibler Werkstoffe und spart Platz in der Fertigung, da die Aufstellfläche für eine zweite Spritzgießmaschine entfällt.

Halle/Stand 11/G04