Die hydraulische Horizontalmaschine in Kombination mit Stopfvorrichtung zur Verarbeitung von HTV-Silikon und einem servoelektrisch angetriebenen Doppelbürstensystem zur automatischen Teileentformung.
Bildquelle: alle Maplan

Die hydraulische Horizontalmaschine in Kombination mit Stopfvorrichtung zur Verarbeitung von HTV-Silikon und einem servoelektrisch angetriebenen Doppelbürstensystem zur automatischen Teileentformung.
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Das Unternehmen Maplan präsentiert ein ganzes Bündel an Maßnahmen und Einrichtungen zur Aufrüstung bestehender Anlagen. Dazu zählt der kostengünstige Austausch der Maschinensteuerung ebenso, wie die Nachrüstung von Automatisierungseinrichtungen und Energieverbrauchsanzeigen. Auf dem Messestand wird ein breites Spektrum an Steuerungs- und Überwachungseinrichtungen präsentiert werden, wie die Nachrüstversion der aktuellen C.600 web-Steuerung mit der Typenbezeichnung X.6 web, die an Maplan-Maschinen ab der Steuerungsgeneration 4 (= ab Bj. 1995) in nur drei Arbeitstagen nachgerüstet werden kann und sie Webanbindungsfähig macht, bzw. die Anbindung an ein Firmennetzwerk ermöglicht.

Automatisierte Horizontalmaschine für die Großserienproduktion

Eines der beiden Maschinenexponate steht repräsentativ für die neu überarbeiteten Horizontalmaschinen-Baureihe, die ab der K-Messe unter der Baureihenbezeichnung Rapid+ im Schließkraftbereich von 2.000 bis 4.000 kN verfügbar sein wird. Es ist die Raprid+ 700 Duale / 300 (3.000 kN Schließkraft) mit dem energiesparenden Map.cooldrive Servoantrieb für das Hydraulik-System. Spritzseitig verfügt die Maschine über ein 725 cm³ Fifo-Plastifizieraggregat mit einem Spritzdruck bis zu 2.300 bar. Verarbeitet wird 50 Shore A HTV-Silikon. Für die Silikonzuführung auf dem Plastifizieraggregat ist eine Stopfvorrichtung mit hydraulischer Verriegelung vorgesehen. Produziert werden elastische „Kronenkorken“-Flaschenverschlüsse mit einem 16-Kavitäten-Kaltkanalwerkzeug von OR.P. Stampi. Die 16 Kaltkanaldüsen sind hydraulisch einzeln ansteuerbar und können somit bei Bedarf in ihrem Füllverhalten einzeln oder in Clustern angepasst werden. Im konkreten Fall übernimmt die Entformfunktion im Werkzeug eine Abstreifplatte.

Eine Produktionszelle auf Basis einer hydraulischen Vertikalmaschine aus der neuen Baureihe mit automatisierter Formteilentnahme und Weiterbearbeitungseinrichtungen.
Bildquelle: Maplan

Eine Produktionszelle auf Basis einer hydraulischen Vertikalmaschine aus der neuen Baureihe mit automatisierter Formteilentnahme und Weiterbearbeitungseinrichtungen.
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Das zweite Maschinenexponat ist eine hydraulische, von unten schließende Vertikalmaschine aus der neuen Ergo+-Baureihe, die in vier Schließkraftstufen bis 4.000 kN verfügbar ist. Darüber schließt die Typenreihe Ergomax+ mit drei Größenabstufungen bis zur Schließkraft 9.000 kN an. Innerhalb beider Typenreihen ist von jeder Schließkraftgröße zusätzlich zur Standard-Plattengröße auch eine Version mit vergrößerter Aufspannfläche geben. Das gemeinsame Kennzeichen aller Ergo-Maschinen ist die auf eine minimale Bedienhöhe hin optimierte Konstruktion der Schließeinheit. Konkret wird auf dem Messestand eine Ergo+ 6.000/400 mit 4.600 kN Schließkraft stehen. Sie ist mit einem 6000 cm³ Fifo-Plastifizieraggregat mit 2.000 bar Spritzdruck ausgerüstet. In Kombination mit einem ABB-Industrieroboter, der die Kavitätenplatten-Manipulation zwischen der Maschine und einer Entform- und Nacharbeitsstation übernimmt, wird die Maschine zur automatisierten Produktionszelle. Die mit einer 8-fach-Form von AS-Zerspanungstechnik in Verbindung mit einem Nadelverschlusskaltkanal von Peta Formenbau hergestellten Smartphone- Multifunktionshalterungen aus 75 Shore A EPDM werden nach der Entformung in einer Nacharbeitsstation von Weasystec mittels Laser von Bluhm Systeme beschriftet bzw. dekoriert (Abb.2)

Vernetzung und Statustransparenz

Die gezeigten Anwendungsbeispiele zeigen bezüglich Industrie 4.0 alles, was im direkten Maschinenumfeld derzeit möglich ist. Ausgangsbasis dafür ist die Maschinensteuerung Map.Commander C6000, deren Prozessgeschwindigkeit deutlich angehoben wurde. Sie kommuniziert über die OPC/UA Industriestandard-Schnittstelle mit Robotern und Peripheriegeräten und kann auch an MES-Systeme zum Datenaustausch innerhalb von Firmennetzwerken angeschlossen werden kann.

K 2019 Halle 16 Stand D 40