Am Vorabend der K-Messe eröffnete die DESMA ihren diesjährigen dualen Messeauftritt unter dem Motto „Enter New Spaces“ in der Glühofenhalle im Areal Böhler. (Bildquelle: Desma)

Am Vorabend der K-Messe eröffnete die DESMA ihren diesjährigen dualen Messeauftritt unter dem Motto „Enter New Spaces“ in der Glühofenhalle im Areal Böhler. (Bildquelle: Desma)

Die Experten führten die Anlagen vor und erklärten die technischen Feinheiten. In seiner Eröffnungsrede erklärte Geschäftsführer Dr. Harald Zebedin die komplexen Herausforderungen, denen sich das Unternehmen ausgesetzt sieht. Der neue Megatrend heiße Unsicherheit. Die Automobilindustrie und der Welthandel befänden sich im Umbruch, und auch die Desma spüre die Auswirkungen. Dennoch bleiben die gesteckten Ziele erreichbar, erläuterte er in seinem Vortrag. Bis 2022 soll ein Marktanteil von 50 Prozent oder rund 180 Mio. EUR Umsatz erreicht werden. Das Unternehmen wolle mindestens 50 Neukunden pro Jahr gewinnen, sowie einen Umsatz von 50 Mio. EUR im Geschäft mit Kundenservice, Ersatzteile, Umbauten und Formenbau generieren. Verkaufsleiter Harald Schmid erklärte: „Die Desma ist ein Hidden Champion, also unbekannter Weltmarktführer“. Man sei auf dem Weg zu einem sich in die Prozesse seiner Geschäftspartner integrierenden, maschinenbauenden Dienstleister. Unterstützt wird diese Neuausrichtung durch das zur K erstmals präsentierte Smart Connect 4.U Ecosystem.

Strategie in einer unsicheren Marktlage

Dr. Stefan Loheide, Forschungsleiter von Boge (Bildquelle: Desma)

Dr. Stefan Loheide, Forschungsleiter von Boge (Bildquelle: Desma)

Dr. Stefan Loheide, Leiter Forschung und Entwicklung der Boge Elastmetall, gab in seinem Vortrag zu den Trends der Automobilentwicklung einen umfassenden Überblick der wirtschaftlichen Einflussfaktoren. Der ökonomische Schwerpunkt verschiebe sich nach Osten, Ressourcen werden immer knapper und neue Mobilitätslösungen werden dringend gebraucht, aber noch sei nicht klar, wie diese aussehen werden. Die Zukunft sei unübersichtlicher geworden und das erzeuge Unsicherheit. Boge stelle sich den Herausforderungen mit einer konsequenten Veränderungsstrategie, erklärte der Forschungsleiter. Angewandt auf die Entwicklungsabteilung eines Automobilzulieferers bedeutet es, nicht nur das bestehende Geschäft optimal zu führen, sondern aber gleichzeitig einen geregelten Prozess zur Verbesserung und Innovation einzuleiten. So gelingt es leichter, auf sich verändernde Bedingungen flexibel zu reagieren.

Technik direkt erleben

Besonders im Vordergrund stand bei den ausgestellten Anlagen die Flexibilisierung der Produktion, etwa durch den kurzfristigen Umbau von Anlagen.

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Zu sehen war eine D 968.250 ZO Benchmark 750 S3 mit Flex Cell. Es war beeindruckend, wie rasch die Techniker vor Ort die Flex Cell Automatisierungszelle mit wenigen Handgriffen von der Maschine abkoppelten, und die 3 Tonnen schwere Zelle dann auf einem Luftkissen spielend leicht manövrierbar wurde. In unter drei Minuten war sie dann wieder angeschlossen und betriebsbereit. Die Anlage produzierte einen Gummiformartikel mit umspritztem SmartIdent RFID Chip – eine Premiere. Außerdem in der Glühofenhalle aufgebaut war eine weitere D 968.250 ZO BENCHMARK 750 S3 mit QuickLock Schnellspannsystem. Ferner stand bei den gezeigten Maschinen die Themen Effizienz und Performance im Fokus. Eine 969.300 Sealmaster S3 war neben anderen Features mit einem hydraulischen Performance Kit ausgestattet, was zu einer deutlichen Verbesserung aller Bewegungen des Formenträgers und der hydraulischen Kernhebevorrichtungen führt. Das Resultat: Zykluszeitverkürzungen von 2,5 bis 5 Sekunden je nach Bewegungsablauf. Die vierte ausgestellte Anlage, eine D 969.100 Z S3 mit Fifo-C Hochdruckspritzeinheit und Partner Flex Cell, stand beispielhaft für effiziente Kleinserienproduktion.