Die Brennstoffzelle ist für viele Mobilitätsformen geeignet. Sie erzeugt den Strom für den Antrieb an Board aus Wasserstoffgas.
Bildquelle: metamorworks – stock.adobe.com

Die Brennstoffzelle ist für viele Mobilitätsformen geeignet. Sie erzeugt den Strom für den Antrieb an Board aus Wasserstoffgas.
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Faurecia bringt dafür sein technologisches Know-how im Bereich der Wasserstoffmobilität sowie die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit der CEA (Französische Atomenergiekommission) ein. Michelin steuert das Wissen seiner Tochtergesellschaft Symbio bei, die integrierte Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme in Kombination mit einer Reihe von Dienstleistungen anbietet.

Technik für Wasserstoffantriebe serientauglich machen

Die beiden Unternehmen werden eine Anfangsinvestition von 140 Miio. EUR in das Gemeinschaftsunternehmen tätigen. Ziel ist, die technische Entwicklung der Wasserstoffantriebstechnik reif zu machen für die Massenproduktion und das Geschäft in Europa, China und den Vereinigten Staaten auszubauen. Im Jahr 2030 soll ein Marktanteil von 25 Prozent und einen Umsatz von mehr als 1,5 Mrd. EUR ereicht sein. Das Gemeinschaftsunternehmen wird über drei Industrieanlagen in Europa, Asien und die Vereinigten Staaten verfügen. Nach Einschätzung der Unternehmen werden bis 2030 rund  2 Mio. Pkw und 350.000 Lkw wasserstoffbetrieben fahren.

Experten im Joint Venture

Symbio – a Faurecia Michelin Hydrogen Company ist zu gleichen Teilen im Besitz der beiden Konzerne. Das Joint Venture wird von Michelin-, Faurecia- und Symbio-Führungskräften geleitet. Fabio Ferrari ist Chief Executive Officer, Guillaume Salvo, ehemals Director Product Lines Light Vehicles bei Faurecia Clean Mobility, ist Deputy Chief Operating Officer. Florent Menegaux, Präsident der Michelin-Gruppe, erklärt: „Die Entwicklung der Wasserstoffmobilität ist ein perfektes Beispiel für Michelins Konzernwachstum, insbesondere im Bereich der High-Tech-Werkstoffe. Diese Strategie ist Teil unserer Vision, eine nachhaltigere Mobilität einer größtmöglichen Anzahl von Menschen zugänglich zu machen. Die heute formalisierte Partnerschaft mit einem großen Akteur wie Faurecia verkörpert diesen doppelten Anspruch in vollem Umfang.“

Patrick Koller, Chief Executive Officer von Faurecia, sagt: „Die offizielle Gründung unseres Joint Ventures mit Michelin ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Strategie von Faurecia, ein weltweit führender Anbieter von Wasserstoffsystemen zu werden. Die Komplementarität unserer Expertise und unserer Geschäftsmodelle, kombiniert in einem innovativen Ökosystem, ist ein wesentlicher Vorteil, um der wachsenden Nachfrage unserer Kunden und Verbraucher nach erschwinglichen emissionsfreien Technologien gerecht zu werden, die schnell auf den Markt gebracht werden können.“