Für die Trends in der Automobilentwicklung sind neue Werkstoffe gefragt, die unter anderem hitzestabil, mechanisch beständig und funktional sind.

410.000 Stellen könnten künftig in der Automobilbranche wegfallen. ( Bildquelle: 170578949 – stock.adobe.com)

„Wir dürfen den sich abzeichnenden Arbeitsplatzabbau in der Automobilbranche Deutschlands nicht als unabwendbar hinnehmen! Andernfalls erwarten uns dramatischere Folgen für unsere Gesellschaft, als wir uns aktuell vorstellen können“, sagte Boris Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie, auf den Bericht, der im Auftrag der Bundesregierung unter dem Dach der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) veröffentlicht wurde.

„Ja, wir benötigen nachhaltige und klimaneutrale Verkehrskonzepte. Immer wieder haben wir jedoch die Politik aufgerufen, bei der Regulierung von Mobilität die Technologieoffenheit sowie die Lebenszyklusbetrachtung von Fahrzeugen nicht aus den Augen zu verlieren. Leider ohne Erfolg“, sagt Engelhardt weiter. Die alleinige Fokussierung auf Batterieantriebe sei nicht geeignet, die klimapolitischen Herausforderungen technisch und gesellschaftlich ausbalanciert zu lösen. Man könne die absolute Zahl der von der NPM prognostizierten Arbeitsplatzverluste hinterfragen, wie dies der Verband der Automobilindustrie mache.

Ersatzloser Wegfall der Arbeitsplätze ungelernter Beschäftigter

Der Arbeitsplatzabbau sei bei Automobilzulieferern jedoch bereits in vollem Gange. Besonders dramatisch seien die in dem Plattform-Bericht enthaltenen Aussagen zum ersatzlosen Wegfall der Arbeitsplätze an- und ungelernter Beschäftigter. „Ich denke hier an die Warnung von OECD-Generalsekretär Angel Gurría, dass ökonomische Fragmentierung zu sozialer Fragmentierung führt und schließlich in politischer Zersplitterung münden kann“, erklärte der wdk-Hauptgeschäftsführer.

„Wir benötigen dringend eine an Sachargumenten statt an Populismus orientierte, politische Unterstützung für die Automobilindustrie und hier vor allem für die mittelständischen Kfz-Zulieferer. Wir brauchen im Antriebsmix tatsächlich auch weiterhin den fortentwickelten Dieselantrieb. Es geht dabei nicht um Industrieförderung zu Lasten der Umwelt. Es geht vielmehr um objektive Nachhaltigkeit und die soziale Stabilität Deutschlands. Und es geht um die Finanzierung der im NPM-Bericht vorausgesagten, umfangreichen sozialpolitischen Hilfsmaßnahmen. Die dort in die Pflicht genommenen Arbeitgeber müssen noch existieren, will man die Mobilitätswende realisieren und ihre gesellschaftlichen Risiken abfedern“, so Engelhardt abschließend.