Biesterfeld vertreibt ab April 2020 das Produkt Sidistar. (Bildquelle: Elkem)

Biesterfeld vertreibt ab April 2020 das Produkt Sidistar. (Bildquelle: Elkem)

Die Produkte basieren auf amorphen kugelförmigen Siliciumdioxiden unterschiedlicher Typen. Sie zeichnen sich durch ihre geringe spezifische BET-Oberfläche von rund 25 m²/g aus. Diese Partikel sind chemisch inert, nicht porös und absorbieren aus diesem Grund keine anderen Bestandteile der Gummimischung oder des Weichmachers.

Sidistar lässt sich in einem breiten Spektrum von Endanwendungen einsetzen. Es wirkt in einer Gummimischung mittels Kugellagereffekt wie eine physikalische Prozesshilfe. Dabei werden alle Rohstoffe, auch das verstärkende Füllstoffnetz, besser dispergiert – so Biesterfeld. Aufgrund seiner breiten Partikelgrößenverteilung lässt sich Sidistar bis zum Primärpartikel verteilen und ermöglicht somit eine höhere Packungsdichte. Das Siliciumdioxid kann zu bestehenden Formulierungen hinzugefügt werden oder einen Teil des bestehenden verstärkenden Füllstoffs ersetzen, ohne dass dies – nach Angaben von Biesterfeld – zu negativen Auswirkungen in den physikalischen Eigenschaften führt. Die Verbesserung der Formulierung führe zu einer Verbesserung hinsichtlich Verarbeitungsverhalten und Eigenschaftsprofil und könne sich beispielsweise positiv auf die dynamische Ermüdung sowie Oberflächenbeschaffenheit auswirken. Darüber hinaus wirke das Produkt als Synergist in einer Vielzahl von Flammschutzanwendungen, zum Beispiel bei der teilweisen Substitution von Antimontrioxid oder bei halogenfreien Flammschutzlösungen. Hier eingesetzt führe Sidistar zu einer Verbesserung der Krustenstruktur in Flammschutzprüfungen und damit zu einer Reduzierung des Tropfens. (jhn)