Desma Spritzgiessmaschine im Technikum. (Bildquelle: Desma)

Desma Spritzgiessmaschine im Technikum. (Bildquelle: Desma)

Der Spritzgießmaschinen-Hersteller Desma spürt bereits seit Anfang 2019 mit zunehmender Intensität und Geschwindigkeit die konjunkturelle Talfahrt insbesondere der Automobilindustrie.  Aus diesem Grund und nochmals heftig verstärkt durch die Auswirkungen der Corona-Krise, baut das Unternehmen am Standort in Fridingen im weiteren Verlauf des Jahres 48 der 281 Stellen ab. Ein Teil des Abbaus kann durch natürliche Fluktuation an 16 Arbeitsplätzen erreicht werden.

Stellenabbau wird von Transfergesellschaft begleitet

32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich, finanziert durch das Unternehmen, weiterbilden. In einer Transfergesellschaft wird den Mitarbeitern eine gerade in diesen schwierigen Zeiten sozialverträgliche Trennung von der Desma ermöglicht. Diese Maßnahme ist ein Teil der Neuorganisation des Unternehmens dienenden Projekts ‚Resilience‘. Es ergänzt die bereits seit dem September letzten Jahres laufende Kurzarbeit, den freiwilligen Entgeltverzicht aller Führungskräfte und die eingeleiteten umfangreichen Prozesskostenoptimierungen.

Investitionen in neue Produkte

Blick in die Montagehalle von Desma in Fridingen. (Bildquelle: Desma)

Blick in die Montagehalle von Desma in Fridingen. (Bildquelle: Desma)

‚Bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Personalanpassung haben wir mit großer Umsicht und unserer Verantwortung gerecht werdend die Zukunft nicht nur für die weiterhin beschäftigten, sondern eben auch für die am bisherigen Unternehmenswachstum beteiligten und nun ausscheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest im Blick. Auch setzen wir die für das Unternehmen bedeutende Investition in das die fünf internationalen Desma-Standorte umfassende SAP-Projekt zur Vereinheitlichung der Geschäftsprozesse fort‘, berichtete Geschäftsführer Martin Schürmann anlässlich der Betriebsversammlung. Diese hatte bereits am 11.05. per Internetkonferenz mit Schwerpunkthema Personalanpassung stattgefundenen. Sein für die Technik verantwortlicher Geschäftsführer-Kollege, Dr. Harald Zebedin, ergänzte, dass der Schwerpunkt der Entwicklung auf neuen Produkten liegt, die derzeit für die Zukunftssicherung des Unternehmens konstruiert werden.

Die an 5 internationalen Standorten tätige Unternehmensgruppe wird der Unternehmensplanung entsprechend zum Jahresende weltweit 517 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon dann 233 in Fridingen, beschäftigen. Eine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr kann das Unternehmen der derzeitigen Situation geschuldet nicht abgeben. Die Desma ist einer der Marktführer bei der Herstellung von Spritzgießmaschinen, die zur Produktion für anspruchsvolle technische Silikon- und Gummiartikel, die bspw. im Automobilbau, der Elektro- und Medizintechnik eingesetzt werden, dienen.