Evonik baut Kieselsäure-Geschäft für rollwiderstandsarme Reifen aus

Reifen haben starken Einfluss auf CO2-Emissionen und wirken sich auf bis zu 40 Prozent der Flottenbetriebskosten aus . (Bildquelle: You can more_ – fotolia.com)

Continental hat vor Kurzem eine Microsite mit nützlichen Informationen zum Simulationstool für schwere Nutzfahrzeuge namens VECTO gestartet. VECTO steht für Vehicle Energy Consumption Calculation Tool. Um die Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris zu erfüllen, wurde 2019 die erste Kohlendioxidemissions-Verordnung für neu zugelassene schwere Nutzfahrzeuge (EU-Verordnung 2019/1242) von der Europäischen Kommission verabschiedet. Diese fordert eine Senkung der durchschnittlichen CO2-Emissionen bei neuen schweren Nutzfahrzeugen um 15 Prozent bis 2025 beziehungsweise um 30 Prozent bis 2030, jeweils im Vergleich zum Bezugsjahr Juli 2019 bis Juni 2020. Diese Verordnung gilt momentan für 4×2- und 6×2-Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 16 Tonnen, wobei eine künftige Erweiterung seitens der Europäischen Kommission derzeit diskutiert wird.

VECTO für Flottenbetreiber

Um sicherzustellen, dass die ehrgeizigen Reduktionsziele in der Praxis erreicht werden, hat die Kommission das Simulationstool VECTO eingeführt. Continental will mit seiner neuen Microsite zu diesem Thema Flottenbetreiber mit umfassenden Informationen über die neue Verordnung und deren Auswirkungen versorgen, nicht zuletzt weil auch Reifen einen signifikanten Einfluss auf den CO2-Ausstoß eines Fahrzeuges haben.

Die Microsite umfasst folgendes Material:

  • Eingebettete Videos: Ein Video, das die Arbeitsweise des VECTO-Simulationstool erklärt und zeigt, was genau für die schweren Nutzfahrzeuge berechnet wird (auch auf YouTube verfügbar) sowie ein weiteres Video, das den dringenden Handlungsbedarf in Industrie und Gesellschaft verdeutlicht
  • Umfassende Infografik zur neuen Regulierung, mit wichtigen Zahlen und Fakten zur Art und Weise, wie VECTO die Berechnungen durchführt, bei welchen Fahrzeugen das Tool angewendet wird, welchen Beitrag Reifen zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs sowie der Betriebskosten von Flotten leisten können und weitere Parameter zur Senkung des CO₂-Ausstoßes

CO2-Emission senken

​​​​​​​Constantin Batsch, Leiter des Ersatzgeschäfts Lkw-Reifen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) bei Continental, sieht einen deutlichen Bedarf für die Microsite: „Bei unseren Gesprächen mit Kunden sehen wir, dass das Interesse der Flottenbetreiber europaweit sehr groß ist. Und wir wissen, dass Kraftstoffverbrauch und damit CO₂-Emissionen nicht nur beim Kauf eines neuen Lkw immer wichtiger werden, sondern auch beim Wechseln der Reifen. Deshalb wollen wir Flottenbetreibern wichtige Informationen darüber liefern, wie die neuen CO₂-Regulierungen und die daraus resultierenden Änderungen für Reifen ihr Geschäft beeinflussen und wie sie das Beste daraus machen können. Wir sehen uns als Serviceberater bei der Auswahl des richtigen Reifens, fürs Reifenmanagement und wie es dabei hilft, die Gesamtbetriebskosten und den CO₂-Ausstoß zu senken.”
Nach Angaben des Europäischen Parlaments entfallen 25 Prozent der in der Europäischen Union generierten CO₂-Emissionen auf schwere Nutzfahrzeuge. Wenn Nutzfahrzeughersteller die neuen Vorgaben nicht erreichen, werden Strafzahlungen für jedes nichtkonforme Fahrzeug fällig. Weitere Regelungen, die sich direkt auf die Flotten auswirken könnten, sind derzeit in der Diskussion. Reifen wirken sich auf bis zu 40 Prozent der Flottenbetriebskosten aus: Sie beeinflussen signifikant den Kraftstoffverbrauch (30 Prozent) sowie die Reparatur- und Wartungskosten (fünf Prozent) und die tatsächlichen Anschaffungskosten der Reifen stellen fünf Prozent dar. (ega)