Im Geschäftsjahr 2004 gelang es Lanxess, Leverkusen, alle wesentlichen Kennzahlen zu verbessern. Der Umsatz zog um rund 7,3% auf 6,8 Mrd, Euro an. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um rund 43,7% auf 447 Mio. Euro. Mit 59 Mio. Euro wurde ein positives operatives Ergebnis (EBIT) nach einem Verlust von 1,3 Mrd. Euro in 2003 erzielt. Der Konzernverlust verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (997 Mio.) auf 12 Mio. Euro. Wie geplant lag die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen bei 6,6%. Damit bliebe Lanxess aber noch weit hinter dem Branchendurchschnitt von 12,5% zurück. Das zwinge das Unternehmen zu weitreichenden Einschnitten, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Axel Heitmann. Besonders dringlich sei der Restrukturierungsbedarf in den Geschäftsbereichen Fine Chemicals und Styrenic Resins. In der Diskussion sei ein Stellenabbau von bis zu 1200 Arbeitsplätzen. Um zum Wettbewerb aufschließen zu können, müssten mindestens 100 Mio. Euro jährlich eingespart werden.


Mit Ausnahme des Segments Performance Chemicals weisen alle Segmente 2004 Umsatzsteigerungen und Margenverbesserungen auf. Performance Rubber erzielte bei einem Umsatz von 1,4 (2003: 1,4) Mrd. Euro ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 117 (36) Mio. Euro. Das Segment Engineering Plastics steigerte seinen Umsatz um 22,9% auf 1,7 Mrd. Euro. Zwar verdoppelte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen auf 44 Mio. Euro, doch sei die Ertragssituation mit 2,6 (1,6) EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen weiterhin unbefriedigend. Um 5,4% auf 1,5 Mrd. Euro konnte das Segment Chemical Intermediates seinen Umsatz erhöhen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 16,3% auf 178 Mio. Euro. Einen leichten Umsatzrückgang auf 1,91 gegenüber 1,93 Mrd. Euro verbuchte das Segment Performance Chemicals. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag mit 123 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (125 Mio.).