Ein Haushaltsgerätehersteller verwendet das Polyethersulfon zur Herstellung des oberen Teils der Brüheinheit in seiner neuen Kaffeemaschine. Das Material trägt zur Langlebigkeit der Kaffeemaschine bei. (Bildquelle: BASF)

Es erfüllt die strengen Anforderungen des Geräteherstellers in Bezug auf Lebensmittelkontakt und -sicherheit sowie Verarbeitbarkeit und anschließender Montage. Die Spritzguss-Type ist für eine einfache Entformung des Bauteils aus dem Werkzeug, insbesondere von komplexen Teilen, optimiert. Durch diese Kombination von fast Temperatur-unabhängigen, mechanischen
Eigenschaften bei Abwesenheit von schädlichen Substanzen übertrifft der Werkstoff Materialien wie Polyetherimid, das auch in Kaffeemaschinen eingesetzt wird. Der Gerätehersteller benötigte für den oberen Teil der Brüheinheit, auch Kolben genannt, ein Material, das dem hohen Druck und dem sehr heißen Dampf, die bei der Kaffeezubereitung entstehen, standhält, und zwar über die gesamte Lebensdauer der Maschine. Das Material wurde ausgewählt, weil Bauteile daraus wiederholt heißem Dampf ausgesetzt werden können und trotzdem sowohl ihre Transparenz als auch ihre hohe mechanische Festigkeit nahezu unverändert beibehalten. Tests, durchgeführt nach verschiedenen ISO-Normen, haben gezeigt, dass das Material seine mechanischen Eigenschaften auch nach 2.000 Zyklen wiederholter Heißdampfsterilisation bei 134 °C beibehält und zudem eine hohe Spannungsrissbeständigkeit aufweist. Diese Eigenschaften trugen zur Entwicklung der idealen Bauteilform bei, unterstützt von einer Füllbildsimulation mit dem Simulationswerkzeug Ultrasim des Ludwighafener Unternehmens.