Der Chemiekonzern Lanxess, Leverkusen, setzt verstärkt auf Wachstum in der Region Asien-Pazifik. Das Unternehmen erzielte hier 2005 ein Umsatzplus von rund 21 % gegenüber 15,8 % in 2004. Am stärksten wuchs der Umsatz in den Segmenten Performance Rubber mit knapp 30 % und Engineering Plastics mit mehr als 26 %. Das Segment Performance Chemicals legte um knapp 13 % zu, Chemicals Intermediates um über 8 %. Allein in China steigerte das Unternehmen seinen Absatz um knapp 50 % im Vergleich zum Vorjahr, in Indien waren es 14 %. Insgesamt hatte die Region Asien-Pazifik 2005 einen Anteil von rund 17 % am Konzernumsatz.


Entsprechend haben sich die Investitionen in Asien im letzten Jahr verdoppelt, eine Entwicklung, die sich auch 2006 fortsetzen soll. Bereits im März verdoppelte das Unternehmen am Standort Qingdao die Produktionskapazität für polymergebundene Chemikalien. Im April wurde eine neue Anlage zur Herstellung technischer Hightech-Kunststoffe eingeweiht. 20 Mio. Euro investierte die Business Unit Semi-Crystalline Products am Standort Wuxi nahe Shanghai in das neue Werk. Zwei weitere Projekte werden noch in diesem Jahr realisiert: In Weifang, Provinz Shandong, geht noch im Sommer die größte Anlage Chinas zur Produktion von Hydrazinhydrat in Betrieb, und im Rahmen eines Joint Venture mit dem chinesischen Partner Tong Feng und dem chinesischen Chemiekonzern Xinda wird derzeit ein neues Werk in Tongling, Provinz Anhui, errichtet. In Indien soll die Kapazität der ABS-Produktion an den Standorten Moxi, Katol und Nandesari in den nächsten zwei Jahren um 20000 t auf 80000 t angehoben werden. Im neuen Produktionswerk Madurai ist die Serienproduktion von Kautschukadditiven der Produktgruppe Rhenodiv angelaufen.


Um die Expansionspläne voranzutreiben, will Lanxess in Asien in den nächsten drei Jahren bis zu 1000 neue Mitarbeiter einstellen. Rund zwei Drittel davon würden alleine für Projekte in China benötigt. Derzeit beschäftigt der Konzern rund 1900 Mitarbeiter in Asien.