Nach einem erfolgreichen Restrukturierungs- und Konsolidierungskurs investiert Lanxess verstärkt in die Forschung und Entwicklung. Mit rund 100 Mio. Euro liegt das F&E-Budget für 2007 um 15 % über den Ausgaben des Vorjahres. Dabei ziele man vorrangig auf wachstumsträchtige Zukunftsmärkte und auf Zukunftstechnologien, die einen raschen Return on Investment versprechen. Das Unternehmen erwirtschaftet einen erheblichen Anteil seines Umsatzes mit thermoplastischen Kunststoffen und Kautschuken. Allein die Segmente Performance Rubber und Engineering Plastics trugen im Jahr 2006 mehr als 50 % zum Gesamtumsatz bei.

Die Business Unit Lustran Polymers hat ihr Geschäftsmodell erfolgreich umgestellt. Das ABS/SAN-Geschäft ist streng regional ausgerichtet – mit selbstständig vor Ort agierenden Managementteams. Produktionskapazitäten, Produktportfolios sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind den lokalen Besonderheiten angepasst. Mittlerweile würden weit über 90 % der von Lanxess in einer Region produzierten Kunststoffe auch in dieser Region verkauft und verbraucht. Angesichts des überproportionalen Wachstums bei ABS und SAN im asiatischen Raum wird Lustran Polymers im kommenden Jahr die Kapazitäten an den indischen Standorten Moxi, Katol und Nandesari um 20000 auf 80000 t anheben. In Thailand wird zurzeit die Compoundierung von ABS um 10000 t/a erweitert.

Kautschuke und Kautschukchemikalien produziert Lanxess in acht World-Scale-Anlagen in Europa, Nordamerika, Indien, Südafrika und jetzt auch in China. Derzeit wird die Kapazität der Butylkautschuk-Anlage in Sarnia in Kanada um mehr als 40 % erweitert, während die Anlage in Antwerpen jüngst um rund 10 % leistungsfähiger gemacht wurde. In Dormagen ist eine Erweiterung der Produktionsstätte für den Chloropren-Kautschuk Baypren vorgesehen, um deren Kapazitäten auf 100000 t/a zu erhöhen. Das weltweite Forschungsnetz wird beständig ausgebaut. So ist ein weiteres Zentrum in China geplant.

Die Business Unit Semi-Crystalline Products zählt mit Durethan und Pocan zu den fünf größten globalen Anbietern von Polyamiden und Polybutylenterephthalaten. Hier will das Unternehmen vor allem vom starken Wachstum des asiatischen Marktes profitieren, das zurzeit bei durchschnittlich 7 % jährlich – in China sogar bei über 10 % – liegt. Im laufenden Jahr wird die Geschäftseinheit voraussichtlich bereits deutlich über 10 % ihres Umsatzes im asiatisch-pazifischen Raum erzielen. In den nächsten vier Jahren soll dieser Anteil auf über 25 % steigen. Dabei werde eine zweite Compoundier-Linie helfen, die in Kürze in Wuxi/China den Betrieb aufnimmt und die dortigen Kapazitäten auf rund 40000 t/a verdoppelt. In Dormagen und Wuxi richtet die Business Unit neue technische Entwicklungszentren ein.