Heißkanaleinsatz für Pipettenspitzen (Bild: Männer)

Dieses innovative Konzept erfüllt die technischen Anforderungen und legt gleichzeitig den Fokus auf permanente Verfügbarkeit. Zusätzlich berücksichtigt es die Kompatibilität mit bestehenden Systemen am Markt, damit Anwender das Werkzeug in bereits vorhandene Produktionsanlagen integrieren können.

Um Stillstandszeiten im 24/7-Betrieb fast vollständig zu vermeiden, verfügt das Werkzeug über mehrere Cluster mit jeweils acht Kavitäten, die sich entnehmen und austauschen lassen. Jedes Cluster enthält einen Düsenkopf sowie eine eigene elektrische Versorgung der einzeln beheizten Düsenspitzen. Auf diese Weise kann das Warten des Werkzeugs direkt auf der Maschine erfolgen. Dazu wird ein Cluster durch ein bevorratetes ersetzt und die Produktion geht weiter.

Wesentliche Vorteile ergeben sich aus der Temperaturführung im 64-fach-Werkzeug. Sie stellt sicher, dass die Geometrie der Pipettenspitze präzise ausgeführt ist – einschließlich der Wandstärken von 0,25 bis 0,3 mm und der Öffnung von nur 0,35 mm. Selbst der geringste Kernversatz würde hier zu Abweichungen in der Füllmenge führen und könnte das Diagnoseergebnis verfälschen. Dass alle 64 Kavitäten sehr gut balanciert sind, zeigt der Short-Shot-Test. Der ausgewogene Temperaturhaushalt und die Auslegung der Schmelzekanäle lösen gleich mehrere Probleme: Der dünne Kern bleibt beim Einspritzen zentriert, die Verweildauer des Materials ist möglichst gering und auch das in offenen Systemen verbreitete Phänomen des Nachlaufens von Schmelze in die Kavität tritt nicht auf.