Als einer der erste SGM-Hersteller bietet Engel das Z-System von Hotset als integrierte Steuerungskomponente seiner Spritzgießmaschinen an. (Bild: Hotset)

Mit dem präzise steuerbaren Temperierverfahren lassen sich sowohl sichtbare Bindenähte und unschöne Mattstellen vermeiden als auch minimale Wanddicken prozesssicher realisieren. Es ist flexibel auslegbar und wird anwendungsspezifisch konfiguriert, so dass es sich – ähnlich einem Heisskanalgefüge – kompakt und mit geringem Aufwand in das Spritzguss-Werkzeug integrieren lässt. Um den praktischen Einsatz weiter zu vereinfachen und zu beschleunigen, hat Hotset das Z-System nun um ein weiteres operatives Modul ergänzt: Den Online-Support auf der Basis multimedialer Datenbrillen. Mit dieser digitalen Servicekomponente aus dem Bereich der Augmented- oder Mixed Reality schafft das Unternehmen für die Installation und Inbetriebnahme des Z-Systems sowie viele weitere Arbeiten rund um dessen Anwendung Freiheit bei terminlichen Engpässen, Reisebeschränkungen, Verkehrsbehinderungen, Gesundheitsauflagen und anderen Sachzwängen. Konkrete Anwendungen wie eine Remote Assistance über Videocalling, Desktop-Sharing oder Screenshots sind damit ebenso realisierbar wie die Durchführung von Step-by-Step-Anleitungen über Apps oder Checklisten. Auch der Abruf und die Dokumentation von Prozess- und Maschinendaten ist möglich.

Bei der für das Z-System verwendeten Smartglass-Variante handelt es sich um ein robustes aber leichtes Head Mounted Tablet (Android 10) für den mobilen Akkubetrieb, das für den Einsatz unter industriellen Bedingungen entwickelt wurde. Es lässt sich solo oder in Kombination mit Schutzhelmen verwenden, ist sturzfest und entspricht der Schutzklasse IP66. Ausgestattet mit einer hochauflösenden Miniaturkamera, einem beweglichen Micro-Display sowie vier Mikrophonen und Lautsprecher stellt es alle Informationswege zum Austausch von Daten, Bildern, Filmen, Texten oder gesprochener Sprache bereit. Während der Kommunikation hat der Träger stets beide Hände frei zur Bedienung der Maschine, zur Ausführung von Installationsarbeiten, zur Bearbeitung des Werkzeugs oder zum Zeigen von Musterteilen und vieles andere mehr. Über die Datenbrille steht er dabei immer in direktem Kontakt zu einem Techniker oder Berater des Anbieters, der visuell und audiotechnisch voll eingebunden in das Geschehen ist.