Der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess hat 2007 sein Ergebnis deutlich gesteigert. Mit einem Plus von 6,5 % auf 719 Mio. Euro wurde beim EBITDA vor Sondereinflüssen der obere Rand der gesetzten Bandbreite von 700 bis 720 Mio. Euro erreicht. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 10,9 % nach 9,7 % im Vorjahr. Der Umsatz erreichte 6,61 Mrd. Euro. Das entspricht einem Rückgang von 4,8 %. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte ergab sich ein Umsatzanstieg von 5,0 %. Der Rückgang im Umsatz resultiert unter anderem aus der Abgabe des Geschäftsbereichs Lustran Polymers. Dies gilt auch für das Konzernergebnis, das aufgrund der Sonderbelastungen vor allem im Zusammenhang mit der Abgabe von Lustran Polymers auf 112 (197) Mio. Euro zurückging. Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich weiter auf 460 (511) Mio. Euro.

Für 2008 geht der Konzern aufgrund der anhaltenden Ungewissheit über die Auswirkungen der US-Kreditkrise von einer regional unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung aus. Es wird erwartet, dass die konjunkturelle Abschwächung in den USA durch die Wachstumsdynamik in Asien, Lateinamerika und Osteuropa kompensiert wird. Insbesondere in Asien wird der Wachstumskurs konsequent fortgeführt. Aktuell setzt das Unternehmen Wachstumsprojekte von bis zu 800 Mio. Euro um. Zudem wird das Investitionsvolumen zum Anlagenerhalt und -ausbau 2008 bei rund 330 bis 350 Mio. Euro liegen.

Lanxess strebt erneut eine operative Umsatzsteigerung an und ist zuversichtlich, bereits in diesem Jahr die für 2009 gesetzten Ergebnisziele zu erreichen. Die EBITDA-Marge soll dann auf dem Niveau des Wettbewerbs-Durchschnitts liegen. Generell sollen ab 2008 alle Geschäftsbereiche EBITDA-Margen vor Sondereinflüssen von mehr als 5 % aufweisen. Ein weiteres Ziel ist die Beibehaltung des Investment-Grade-Rating. Unterstützt wird die Prognose durch den guten Start in das laufende Jahr, für das weitere Preiserhöhungen angekündigt sind.

Nach Segmenten betrachtet verzeichnete das Segment Performance Polymers, das die Aktivitäten im Bereich der Herstellung von Synthesekautschuk und Kunststoffen bündelt, eine kontinuierlich gute Entwicklung. Der Umsatz des Segments wuchs vor dem Hintergrund solider Preis- und Mengensteigerungen in allen Business Units um 4,2 % auf 2,68 Mrd. Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um rund 11 % auf 376 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg um 0,8 auf 14,0 %.

Im Segment Advanced Intermediates mit den Bereichen Basis- und Feinchemikalien stiegen die Umsätze um 5,6 % auf 1,20 Mrd. Euro. Die Business Unit Basic Chemicals erzielte unter anderem im Agrobereich ein deutliches Mengenwachstum bei leicht steigenden Preisen. In der Business Unit Saltigo entwickelten sich vor allem die Bereiche Pharma und agrochemische Zwischenprodukte sehr erfreulich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen blieb mit 174 Mio. Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Die entsprechende Segment-Marge verringerte sich um 0,8 auf 14,5 %.

Im Segment Performance Chemicals sanken die Umsätze portfolio- und währungsbedingt gegenüber dem Vorjahr um 10,7 % auf 1,97 Mrd. Euro. Bereinigt um negative Währungseffekte von 3,2 % sowie Portfolioeffekte von 9,7 % aus der Abgabe der Business Units Paper und Textile Processing Chemicals lag der Umsatz um 2,2 % über Vorjahr. Die Business Units Leather und RheinChemie profitierten von einem guten Marktumfeld in der Region Asien/Pazifik. Die Business Unit Inorganic Pigments verzeichnete eine erfreuliche Umsatzausweitung in der Region EMEA und hier insbesondere in Mittel- und Osteuropa. Dadurch konnte die gesunkene Nachfrage aus der US-amerikanischen Bauindustrie kompensiert werden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments sank infolge fehlender Ergebnisbeiträge der abgegebenen Business Units Textile Processing Chemicals um 2,1 % auf 285 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich hingegen infolge dieser Abgabe sowie der operativen Verbesserung der Segmentaktivitäten um 1,3 auf 14,5 %.