Mit dem ersten Spatenstich hat Lanxess, Leverkusen, den Bau seiner ersten Produktionsstätte in Russland offiziell begonnen. In Dschersinsk/Region Nishni Nowgorod wird das Tochterunternehmen Rhein Chemie zukünftig Kautschukchemikalien für die Märkte in Russland und der GUS produzieren. Die Fertigstellung ist für Anfang 2011 vorgesehen. Mittelfristig sollen hier 50 neue Arbeitsplätze entstehen. Bis zu 1500 t/a Kautschukzusätze und Trennmittel der Marken Rhenogran und Rhenodiv wird das Unternehmen dort produzieren. Die Produkte kommen vor allem für die Herstellung von Autoreifen sowie technischen Gummiprodukten wie Schläuchen und Dichtungen zum Einsatz. Bislang wurden die russischen Kunden aus Anlagen in Deutschland beliefert.

Seit 2009 ist Lanxess mit einer eigenen Gesellschaft in Russland präsent. In dem Vertriebsbüro im Federation Tower in Moskau sind derzeit rund 30 Mitarbeiter beschäftigt. Der Chemiekonzern beliefert die Märkte in Russland und der GUS vor allem mit Hochleistungskautschuken und Kautschukchemikalien für die Reifen- und Automobilindustrie, Farbpigmenten für die Bauwirtschaft sowie Ionenaustauschern für die industrielle Wasseraufbereitung.