Der Chemiekonzern Lanxess erweitert das Engagement für den Einsatz von Rohstoffen auf biologischer Basis zur Produktion von hochwertigem synthetischen Kautschuk und stockt deshalb die Minderheitsbeteiligung an der Gevo auf. Das US-Unternehmen ist auf die Herstellung erneuerbarer Chemikalien und hochmoderner Biokraftstoffe spezialisiert. Mit der Aufstockung der Beteiligung um 17 Mio. US-Dollar hält Lanxess nun 9,1 % an dem US-Unternehmen. Sie spiegelt die Fortschritte wider, die beide Unternehmen bei der Herstellung von Isobuten aus nachwachsenden Rohstoffen gemacht haben.

Isobuten ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Butyl-Kautschuk und wird üblicherweise in Steamcrackern produziert, die Erdölderivate als Rohmaterial benutzen. Als Alternative dazu entwickelt Gevo ein Fermentierungsverfahren, in dem Mais-Biomasse zur Herstellung der organischen Verbindung Isobutanol eingesetzt wird. Gleichzeitig treibt Lanxess einen De-Hydratisierungsprozess voran, um das gewonnene Isobutanol in Isobuten umzuwandeln. Nach erfolgreichen Labortests auch über mehrere Monate hinweg in einer kleinen Anlage in Leverkusen hat dieser Prozess seine Funktionstüchtigkeit bewiesen. Tests haben gezeigt, dass er Butyl-Kautschuk auf biologischer Basis liefert, der die hohen Anforderungen der Reifenindustrie erfüllt.