„Um es ganz klar zu sagen: Wir wollen das nicht, das halten wir für nicht verfolgenswert“, wird Heitmann zitiert. Der Vorstand möchte ohne Großfusionen das Geschäft weiterentwickeln und hält seinen Konzern allein für wachstumsstark genug. Zukäufe hält er dagegen für denkbar. „Zwar wäre Lanxess bei einer Fusion ein Big-Player, auch könnte man von Synergieeffekten profitieren, aber durch Größe wird man nicht unbedingt besser. Die Unternehmensstruktur wäre dann viel komplexer“, meint der Analyst. Lanxess könne auf jeden Fall alleine wachsen.

Der Chemiekonzern Evonik, der auch Beteiligungen in den Geschäftsfeldern Energie und Immobilien hat, ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Über 34.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 13,3 Mrd. Euro. Lanxess ist ein Spezialist für Polymerprodukte und kommt auf einen Börsenwert von mehr als 4,5 Mrd. Euro.

Lanxess setzt bei den Wachstumschancen vor allem auf Innovationen und ist auch stark in den Schwellenländern China, Brasilien und Indien aktiv. Dort beträgt der Anteil am Umsatz laut Heitmann rund 35 %.