Basierend auf der repräsentativen monatlichen Erhebung des VDMA, Frankfurt/M., haben die Mitgliedsunternehmen das vergangene Jahr mit einem Umsatzplus von 23 % abgeschlossen. Die Umsätze im Inland stiegen um 18 %. Noch kräftiger war die Zunahme bei den Lieferungen an ausländische Verarbeiter mit 25 %, wobei die Länder im Euroraum mit einem Plus von 15 % hinter der außereuropäischen Nachfrage zurückblieben.

Die Auftragseingänge lagen für das Gesamtjahr um 3 % über dem hohen Vorjahresniveau. Allerdings sind die Zuwachsraten Monat für Monat zurückgegangen und wiesen im letzten Quartal – auf sehr hoher Vorjahresbasis – negative Vorzeichen aus. In vielen Unternehmen stellen gut gefüllte Auftragsbücher die Auslastung für die nächsten Monate sicher. In einer Befragung zum Jahreswechsel klagen nur einzelne Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen über Produktionsbehinderungen infolge fehlender oder unzureichender Bestellungen.

Die Auslandslieferungen sind noch stärker gewachsen; bis November 2011 lagen sie knapp 35 % über den Vorjahreswerten. Die Exportquote, die in den letzten beiden Jahren unter die 70-%-Marke gefallen war, klettert damit wieder auf das Vorkrisenniveau. Überdurchschnittliche Zuwächse haben die deutschen Hersteller bei ihren Exporten in die USA, nach China, Russland, in die Türkei sowie nach Korea erzielt. Der Gesamtexport wird, so Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Kunststoff- und Gummimaschinen, ebenfalls einen neuen Rekordwert von mehr als 4 Mrd. Euro erreichen.

Mehr als zwei Drittel der Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen haben an den Standorten in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte 2011 per saldo neue Mitarbeiter eingestellt; im ersten Halbjahr 2011 hatten fast drei Viertel der Teilnehmer ihren Personalbestand aufgestockt. Für das laufende Halbjahr sieht knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer Neueinstellungen vor; fast ebenso hoch ist mit 44 % der Anteil derjenigen Firmen, bei denen keine Veränderungen geplant sind.