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Das Chemieunternehmen aus Leverkusen ist bei thermoplastischen Kunststoffen mit Durethan und Pocan ein Anbieter von Polyamid 6 und 66 beziehungsweise Polybutylenterephthalat.

„Die genaue Kenntnis der Materialeigenschaften ist unverzichtbar für neue Simulationstools zur mechanischen Auslegung von Hochleistungsbauteilen“, erklärte Dr.-Ing. Marcel Brandt, technischer Leiter des Centers. „Wir wollen unseren Kunden diese Daten bei Projekten zur Verfügung stellen. Außerdem benötigen wir die Daten, um Entwicklungspartner mit eigenen Berechnungen und Simulationen zu unseren neuen HiAnt-Konstruktionsmethoden wie der Organoblech-Hybridtechnik zu unterstützen.“

Zu den Highlights des vollklimatisierten MTC zählen eine servohydraulische Prüfmaschine für Dauerschwingversuche und eine Prüfmaschine, die für Zug-, Biege-, Schub- und Druckversuche in einem Kraftbereich ausgelegt ist, der auch die Prüfung hochfester Werkstoffe wie Langglasfaser-verstärkter Organobleche ermöglicht.

Umfangreich wurde in optische 3D-Messtechnik investiert, unter anderem um Schnellzerreißversuche präzise auswerten und die lokale Verteilung der Probendehnung genau verfolgen zu können. Zur weiteren Ausrüstung des MTC zählt unter anderem ein 3D-CNC-System, mit dem Proben aus Halbzeugen und Bauteilen äußerst präzise herausgearbeitet werden können.

In Kürze wird das MTC um eine Zeitstandanlage für Kriech- und Relaxationsversuche erweitert. Die damit gemessenen Werkstoffdaten dienen vor allem zur Vorhersage des langzeitigen Verformungsverhaltens von Bauteilen unter mechanischer und thermischer Belastung.

(dw)