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Bisher wurde in diesem Forschungsbereich ausschließlich mit fossilen beziehungsweise erdölbasierten Rohstoffen gearbeitet. Jetzt soll ein biologisches Verfahren entwickelt werden, durch das Ressourcen geschont und der Schadstoffausstoß reduziert werden kann. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen Synthesewege identifiziert und geeignete Biokatalysatoren entwickelt werden. Nach Angaben von Dr. Claus Dreisbach, Projektleiter in der Group Function Innovation & Technology von Lanxess, wird Evocatal dabei als „kompetenter Partner für die Suche nach interessanten Enzymen“ geschätzt.

Dr. Thorsten Eggert, Geschäftsführer und Gründer der Evocatal zum Stand der Forschungen: „Wir haben den ersten Meilenstein erreicht und einen guten Weg eingeschlagen.“ Und weiter: „Wir werden unsere Technologieplattformen auch in Zukunft konsequent ausbauen, um den Wandel zu einer stärkeren Nutzung von nachhaltigen, erdölunabhängigen Produktionsverfahren voranzutreiben.“

Die Zusammenarbeit begann im September 2011 und ist Teil des Projektes „ThRuBio“ (Thermoplastics and Rubber via Biotechnological Synthesis), einem Forschungskonsortium aus Evonik Industries, Lanxess Deutschland und der TU München. Das bis 2014 laufende Vorhaben wird über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) staatlich gefördert.

Lanxess als großer Hersteller von Synthesekautschuk stellt seit November 2011 mit KeltanEco den ersten Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk (EPDM) aus bio-basiertem Ethylen her. Darüber hinaus sucht der Chemiekonzern nach alternativen Quellen für die Produktion von synthetischem Butylkautschuk, der überwiegend für Reifen verwendet wird.

(dw)