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Die meisten natürlichen Ressourcen sind auf der Welt nur in begrenztem Umfang vorhanden und nicht erneuerbar. Preissteigerungen und Preisschwankungen, die durch steigende Nachfrage aber auch Spekulation verstärkt werden, sind die Folge daraus. Dies trifft zum Teil auch auf Rohstoffe für Elastomere zu. Sie sind heute aus dem Automobilbau, dem Maschinenbau, der Hygiene, dem Umweltschutz, aber auch aus vielen Bereichen des modernen Lebensalltags nicht mehr wegzudenken.

Lieferengpässe durch partnerschaftliche Bedarfsplanung vermeiden

„Obwohl sich die Situation in der zweiten Hälfte 2011 etwas entspannt hat, gibt es bei einzelnen Produktgruppen immer noch erhebliche Engpässe“, erklärt Kai Röpke, Leiter Einkauf bei Gummiwerk Kraiburg. Mit einer durchgreifenden Entspannung ist indessen nicht zu rechnen. „Bei einzelnen Polymertypen gibt es aber immer noch zum Teil eklatante Engpässe“, so Röpke. Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Weltbevölkerung von derzeit 7 Milliarden auf mehr als 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 anwachsen wird. Bevölkerungswachstum und zunehmender Wohlstand in heutigen Schwellen- und Entwicklungsländern werden die Nachfrage nach Rohstoffen, Nahrung und Energie weiter ansteigen lassen.
Um die Versorgung mit Rohstoffen langfristig sicher zu stellen, setzt Kraiburg auf enge Kooperationen in der gesamten Lieferkette. Nur durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Kunden sind die Herausforderungen zu bewältigen. „Bereits bei der Bedarfsplanung können durch zeitnahen Informationsaustausch Vorteile erzielt werden. Auch im technischen Bereich lässt sich manche Versorgungsklippe durch gemeinsame Maßnahmen gekonnt umschiffen“, legte Röpke dar.

Qualität ist wichtigstes Kriterium

Gleichzeitig steht für viele Anwender das Kriterium Qualität ganz oben auf der Anforderungsliste. Um eine gleichbleibende Materialkontinuität sicherzustellen, werden mit Lieferanten bestimmte Spezifikationen vereinbart, die bei deutlich über 99% der angelieferten Rohstoffe eingehalten werden. Diese werden einer eingehenden Wareneingangsprüfung unterzogen, alle darauf folgenden Arbeitsschritte sind auf die jeweiligen Spezifikationen abgestimmt. Dazu erklärte Röpke: „Die Qualität unserer Produkte ist durch die, seit Jahren laufenden, internen Prozesse, sowie die aufmerksame Betreuung unserer Kunden, ständig in unserem Fokus. Den Erfolg dieser Maßnahmen sehen wir in der langfristigen Kundenbindung und -zufriedenheit.“
Dazu bietet Kraiburg ein entsprechend ausgerüstetes Prüflabor für die Entwicklung und Produktionsüberwachung an. Moderne, effiziente Prüfmethoden, fundierte Versuche und deren richtige Auswertung führen zu den Erkenntnissen, die eine Optimierung und Weiterentwicklung einer Vielzahl von Rezepturen und Compounds ermöglichen. Die Prüfungen und Prüfverfahren basieren in den überwiegenden Fällen auf der DIN (Deutsches Institut für
Normung e. V.), DIN ISO sowie DIN EN ISO. Des Weiteren werden auch Prüfmethoden der American Society for Testing Materials (ASTM) angewendet. Daneben existieren eigene Prüfverfahren, da die dazugehörigen Prüfmerkmale in keiner Norm beschrieben sind. Dies garantiert die Verarbeitbarkeit aller produzierten Mischungen und trägt erheblich zur Qualitätssicherung und dem hohen Niveau der Compounds bei. Der Anbieter verfügt über eine umfangreiche Produktpalette für Mischungen auf Basis aller gängigen Kautschuk-
typen – einschließlich Silikone und Fluorelastomere – für sämtliche in der Kautschukindustrie gebräuchlichen Verarbeitungsverfahren. Es werden individuelle und maßgeschneiderte, auch für die extreme Anforderungen an das Fertigteil, Compounds entwickelt. Dabei wird gleichzeitig eine möglichst wirtschaftliche Lösung angestrebt. Um die Anwender optimal und individuell betreuen zu können, stehen spezielle Branchen-Teams für Automobil-, sowie Industrieanwendungen, gummierte Walzen und neuerdings Composite-Anwendungen, zur Verfügung.

 

DKT 2012, Stand 12-301

Über den Autor

Viktoria Ruder