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Thermoplaste Kraiburg, Waldkraiburg, entwickelte zusammen mit dem Elektrowerkzeug-Hersteller Bosch Power Tools eine Dichtung aus der TPE-Reihe Thermoplast K, die im Mehrkomponenten-Spritzgussverfahren direkt am Gehäuse des Bohrhammers GBH 14.4V-LI haftet. Am Schlagwerk des Bohrhammers ersetzt nun eine Dichtung aus weichem und unvernetztem TPE den O-Ring aus Gummi. Das Besondere daran: Die Dichtung wird direkt auf das Gehäuse aufgespritzt, anstatt nachträglich eingelegt zu werden. Damit entfällt ein kompletter Arbeitsschritt und auch das Fehlerrisiko ist durch die Verliersicherheit der Dichtung deutlich geringer.

Die Dichtungslippe aus TPE schützt das Schlagwerk vor eindringendem Schmutz und soll den Austritt von Schmierfett verhindern. Für die neue Anwendung innerhalb des Bohrhammer-Gehäuses überarbeitete der TPE-Spezialist die Druckverformungswerte des Compounds. Das Besondere an dem Fertigungsverfahren des Gehäuses ist, dass ein Drehtellerwerkzeug zunächst die die 4 mm hohe Dichtlippe aus TPE spritzt, sie dann mit der PA-Hartkomponente umgibt, bis schließlich noch die Griffzonen und das Logo aufgebracht werden.

Die Dichtung wird direkt an das PA angebunden und ist damit fester Bestandteil des Gehäuses. Das reduziert die Teilezahl und spart einen kompletten Arbeitsschritt ein. Zusätzlich sind weniger Qualitätskontrollen notwendig, denn die Dichtung kann im weiteren Montageprozess nicht mehr unbemerkt verloren werden. Bosch kürzt durch den Mehrkomponenten-Spritzgussprozess des Gehäuses samt Dichtung die Montagezeit und reduziert Montagekosten, während die Qualität sogar noch gesteigert wird.

Fakuma – Halle B5, Stand 5303